Drei ÖFB-Legionäre

Trainer vor Aus – Glasner bei Topklub im Gespräch

RB Leipzig kassiert den nächsten Rückschlag, das Ziel Königsklasse wackelt - und der Druck auf Marco Rose wächst.
Sport Heute
02.03.2025, 15:09

Leipzig steckt tief in der Krise. Trainer Marco Rose ist angezählt. Beim Klub der ÖFB-Legionäre Christoph Baumgartner, Xaver Schlager und Nicolas Seiwald kündigt sich ein Trainerwechsel an. Dabei taucht bereits der Name Oliver Glasner auf.

"Sky" berichtet, dass Sebastian Hoeneß (Stuttgart) Topkandidat im Falle des Rose-Rauswurfs Wunschkandidat Nummer 1 sei. Außerdem auf der Wunschliste der Leipziger: Glasner und Roger Schmidt.

Glasner hätte im vergangenen Sommer gerne ein Angebot des FC Bayern angenommen. Crystal Palace stieg nicht darauf ein. Nach einem schwierigen Start in die Saison ist der Österreicher mit dem Londoner Klub wieder im gefestigten Mittelfeld, drauf und dran, im FA Cup für Furore zu sorgen. Palace steht schon im Viertelfinale.

Leipzig-Krise verschärft sich

Rose machte sich keine Illusionen. Dass nach dem nächsten Rückschlag für RB Leipzig wieder ungemütliche Zeiten drohen, war auch ihm bewusst. Als Cheftrainer müsse er solche Dinge "aushalten können", sagte Rose im ZDF. Aber: "Ich glaube an meine Mannschaft, ich glaube an mich als Trainer und ich kann solche Situationen mittlerweile auch ganz gut einordnen." Doch das Ziel Champions League wackelt zunehmend, die Luft für den Coach wird immer dünner.

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Nach dem 1:2 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 war die Stimmung bei den so ambitionierten Leipzigern jedenfalls am Tiefpunkt. "Das ist sehr enttäuschend", sagte Rose, nachdem RB im Rennen um die Königsklasse auf Rang sechs weiter ins Hintertreffen geraten war.

"Bitter" und "unnötig" sei die Pleite gegen den direkten Konkurrenten gewesen, monierte Kevin Kampl und fand deutliche Worte. "Wir müssen jetzt alle mal langsam verstehen, die Spieler, die Fans, alle miteinander beim Verein, dass diese Saison einfach schwierig ist", sagte der Mittelfeldspieler: "Es wird bis zum Ende ein Kampf um die Champions League."

Die Qualifikation für die Königsklasse steht bei den Leipzigern über allem - und genau diese gerät mehr und mehr in Gefahr. Akute Sorgen um seinen Job muss sich Rose vorerst offenbar aber nicht machen. Zwar mieden die RB-Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer am Samstag die Mikrofone in der Leipziger Arena, laut Sky bleibt Rose aber zunächst im Amt.

Demnach soll der 48-Jährige auch am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg auf der RB-Bank sitzen, die Klub-Bosse wollen mit Rose bis Sommer weitermachen.

Rückendeckung bekommt Rose, der einen Vertrag bis 2026 besitzt, derweil aus der Mannschaft. "Ich habe den Eindruck, dass wir alle zusammen diesen Turnaround schaffen wollen", betonte Torhüter Peter Gulacsi. Die Mannschaft mache "gute Schritte". Dass man die Partie gegen Mainz nach dem Traumstart durch Xavi Simons (1.) aus der Hand gegeben habe, sei "keine Trainerfrage, sondern das müssen wir Spieler auf dem Platz natürlich merken".

Dabei sollte der mühevolle Halbfinaleinzug im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg (1:0) am Mittwoch eigentlich Schwung für den dringend benötigten Befreiungsschlag in der Bundesliga geben. Stattdessen wurde Leipzig nach einer furiosen Anfangsphase immer passiver. Die Laufwerte seien "top", die Einstellung "sehr gut", erklärte Rose, aber wieder habe sein Team "kein Gefühl für die entscheidenden Spielsituationen und Spielphasen" entwickelt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.03.2025, 15:12, 02.03.2025, 15:09
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