Champions-League-Aus

Guardiola am Boden: "Nichts ist für die Ewigkeit"

Manchester City ist sang- und klanglos aus der Champions League ausgeschieden. Star-Trainer Pep Guardiola wirkte danach ratlos.
Sport Heute
21.02.2025, 19:08

Als der galaktische Kylian Mbappe die Achtelfinal-Hoffnungen der "Skyblues" zerstört hatte, starrte Pep Guardiola regungslos auf die Überreste seines Werkes. "Nichts ist für die Ewigkeit", klagte der tief gefallene Starcoach voller Trauer um ein Team, das Manchester City einmal war, aber längst nicht mehr ist. Die Abreibung durch Real Madrid in der Champions-League-Zwischenrunde markierte das Ende einer Ära - und warf die Fragen auf: Wie soll ein Neuanfang gelingen? Und mit wem?

Nach dem 1:3 beim Champions-League-Rekordsieger um den unaufhaltsamen Dreifach-Torschützen Mbappé herrsche die "Gewissheit, dass Guardiolas Mannschaft offiziell am Ende ist", urteilte der "Guardian". City sei "in Stücke gerissen" worden („Daily Mail“), und das Team des Perfektionisten Guardiola "so weit von Perfektion entfernt, wie es nur geht", analysierte die "BBC". Die Reaktionen waren vernichtend: Die "Sun" sah einfach nur ein Team, das "verspottet, gequält, verarscht" wurde.

"Mit Realität abfinden"

Guardiola, der erstmals in seiner Trainerkarriere das Achtelfinale der Königsklasse verpasste, wirkte konsterniert. "Wir müssen das akzeptieren und uns mit der Realität abfinden", sagte der ernüchterte Spanier. Es sei "unser schlechtestes Jahr" in der Champions League gewesen. Aber: In den drei vorherigen Spielzeiten, in denen City schon zweimal an den Königlichen gescheitert war, habe es "mehr weh getan".

Die Fußball-Top-News auf einen Blick

Die Chance auf eine Wendung im Gigantenduell hatte Guardiola nach der Hinspielpleite (2:3) ohnehin nur auf "ein Prozent" beziffert. Die Prognose wirkte nach den ersten Minuten im Bernabeu fast schon optimistisch. Es folgte ein Tiefpunkt inmitten einer Horrorsaison voller Verletzungen, Rückschläge und der Liga-Ermittlungen wegen möglicher Finanzverstöße der Cityzens.

Was wird aus Guardiola?

Mbappe erledigte City fast im Alleingang - und jubelte bei seinen Treffern im Stil von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Citys Superstar Erling Haaland musste all das angeschlagen von der Bank mitanschauen.

Guardiola schloss derweil langsam mit der erfolgreichen Vergangenheit ab. Es gebe im Team einige Spieler, "die eine Ära geprägt haben", dies dürfe man nicht leugnen, betonte der Teammanager mit Blick auf sechs Meistertitel in sieben Jahren. Der Frage nach dem nötigen Neubeginn wich der 54-Jährige (noch) aus. "Wir haben Zeit", beteuerte Guardiola. Der Umbruch im Team habe schon in der Winterpause begonnen, als City für ein neues Quartett mit dem Ex-Frankfurter Omar Marmoush über 200 Millionen Euro hingeblättert hatte.

Guardiola aber galt schon vor dem Champions-League-Aus nicht mehr als unumstritten. Der Vertrag des Spaniers war zwar im November inmitten der Krise bis 2027 verlängert worden, doch die Zweifel der Öffentlichkeit blieben.

Es seien noch 13 Premier-League-Partien, betonte Guardiola trotzig, um die erneute Qualifikation für die Königsklasse zu schaffen. Titelchancen bestehen nur noch im FA Cup. Es wäre nicht einmal ein Trostpreis.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.02.2025, 19:08
Es gibt neue Nachrichten auf Heute.atZur Startseite