"Es kann passieren"

Hofmann verteidigt Chaoten: "Kein Rapid-Problem"

Rapid droht nach dem Fan-Skandal in Hartberg eine harte Strafe. Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann verteidigt die Chaoten.
Sport Heute
10.03.2025, 10:25

Rabenschwarzer Sonntag für die Grün-Weißen!

Rapid verlor in Hartberg mit 1:2, zittert jetzt sogar um die Top 6 und das Meister-Playoff. Die "Fans" zeigten sich bereits vor Anpfiff des Liga-Spiels von der schlechtesten Seite, attackierten die Polizei mit Bengalen, Klo-Brillen und einer Tür.

Verhaftung als Auslöser

Auslöser für den Fan-Skandal sollen Einlasskontrollen der Exekutive und eine Verhaftung gewesen sein.

Die Polizei stürmte nach dem Pyro-Angriff den Rapid-Auswärtssektor, setzte Pfefferspray ein. Viele der rund 900 mitgereisten Rapid-Anhänger flüchteten aus dem Sektor Richtung Spielfeld. Das Spiel konnte nur mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen werden, weil Hartberg-Präsidentin Brigitte Annerl beherzt und erfolgreich zwischen Polizei und den Rapid-Fans vermittelte.

Hofmann mittendrin

Mittendrin bei der Eskalation war Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann. Auch er versuchte, die Lage zu beruhigen, ist auf Bildern zu sehen, wie "Fans" eine Tür in Richtung Polizeibeamte schmeißen.

Nach Spielende wollte sich Hofmann im Sky-Interview nicht auf eine Schuldfrage einlassen: "Es macht jetzt keinen Sinn, irgendjemandem die Schuld zu geben. Ich glaube beide Seiten, auch unsere Fans hätten die Situation anders lösen können. Am Ende gehören immer zwei Seiten dazu", sagte er.

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"Passiert überall in Europa"

Im ORF-Interview verteidigte Rapid-Legende Hofmann dann die Fan-Chaoten. "Es ist nun mal so, dass es passieren kann", stellt er klar. "Jeder der sagt, es ist ein Problem von uns und von Rapid, dem muss ich einfach sagen, es ist nicht so, es passiert überall in Europa."

Nachsatz: "Solche Szenen wollen wir nicht sehen. Wir müssen verhindern, dass so etwas passiert. Wir tun alles, was nötig ist. Wir sind in ständigem Austausch und im Dialog mit den Fans."

Rapid hat in den letzten Jahren fast zwei Millionen Euro an Strafen nur für Pyro-Vergehen bezahlt. Nun drohen dem Verein die nächsten Sanktionen. Bis zu 150.000 Euro Geldbuße könnten auf die Hütteldorfer zukommen. Das ist vergleichsweise wenig im Vergleich zu den Konsequenzen, die zusätzlich drohen.

Der Derby-Skandal von Rapid Wien

Denn seit den Derby-Ausschreitungen im September 2024 steht Rapid wegen einer Blocksperre unter Bewährung. Diese könnte nun zum Tragen kommen. Das bedeutet, dass bei einer Verurteilung durch die Bundesliga der "Block West" für drei Spiele gesperrt wird. Eine empfindliche Strafe. Bei einem möglichen Einzug in die Meistergruppe würden Blocksperren gegen Gegner wie Sturm, Austria oder Salzburg drohen. Ein erheblicher Nachteil.

Die Sektorsperre wurde bewusst für Spitzenspiele ausgewählt. Heißt: Verpasst Rapid das Meister-Playoff, würde sich die Sperre nach hinten verschieben und erst nächste Saison schlagend werden.

Die Ermittlungen über eine mögliche Strafe für Rapid laufen. Wie ein Sprecher der Bundesliga auf APA-Anfrage mitteilte, ist mit einem Verfahren seitens der Bundesliga zu rechnen. Ein Urteil wird nicht für diese Woche vor dem GAK-Heimspiel erwartet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.03.2025, 11:14, 10.03.2025, 10:25
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