Siegen oder Fliegen

Rapid vor Showdown: "Es ist unser eigenes Verschulden"

Rapid hat die Chance, das Europacup-Viertelfinale zu erreichen. Aber: Form und Stimmung sind im Keller. Coach Robert Klauß versucht zu korrigieren.
Erich Elsigan
12.03.2025, 13:34

In Hütteldorf könnte es am Donnerstag zu einer Premiere kommen. 326 Europacup-Partien hat Rapid seit 1955 bestritten – noch keine wurde in einem Elfmeterschießen entschieden.

Im Conference-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen Borac Banja Luka könnte es so weit sein. Das erste Duell in Bosnien endete vor einer Woche 1:1. Bleibt es in Wien nach 90 und vor allem 120 Minuten bei einem Remis, kommt es zum Showdown vom Punkt.

"Ich habe fünf Schützen im Kopf", sagt Trainer Robert Klauß. "Extra trainieren werden wir das Elfmeterschießen aber nicht, das lässt sich nicht simulieren."

Der Deutsche geht ohnehin davon aus, die Angelegenheit in der regulären Spielzeit zu erledigen. "Ich bin optimistisch, wir wollen uns zerreißen. Unter Druck haben wir meist geliefert."

Der Druck "ist unser eigenes Verschulden", weiß Klauß. "Wir kamen zuletzt nicht an unsere Leistungsgrenze. Jetzt müssen wir das korrigieren."

Das Frühjahr verläuft für die Hütteldorfer bislang verheerend. Von sechs Pflichtspielen wurden vier verloren, nur eines gewonnen. Am Sonntag setzte es in der Liga ein 1:2 gegen Hartberg, Fan-Ausschreitungen inklusive. "Wir müssen uns klar verbessern, das haben wir deutlich und direkt angesprochen. Wir gingen nicht zur Tagesordnung über. Ich glaube, die Mannschaft hat verstanden, dass eine Leistung wie in Hartberg nicht reichen wird."

Klauß schränkt jedoch ein: "Aktuell ist keine Zeit, um über Grundlegendes zu reden. Es geht nur darum, das Spiel am Donnerstag zu gewinnen. Zeit ist dann in der Länderspielpause, da können wir alles evaluieren."

Dass am Donnerstag nicht nur der Aufstieg, sondern auch seine Zukunft auf dem Spiel steht, lässt den 40-Jährigen nach außen hin kalt. "Ich denke nicht daran, was nächste Woche sein kann. Mein Fokus ist immer auf das gerichtet, was als nächstes ansteht."

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Banja Luka beschreibt der Rapid-Coach als "sehr unangenehmen Gegner. Sie brauchen nicht viele Chancen. Sie stehen verdient im Achtelfinale. Aber: Diesmal müssen sie auch selbst was tun, das kann gut sein für uns. Sie können nicht nur verteidigen, benötigen selbst ein Tor, um aufzusteigen."

Personell können die Hütteldorfer beinahe aus dem Vollen schöpfen, lediglich Jakob Schöller fehlt verletzt. Das Stadion ist so gut wie voll, einige Restkarten sind noch zu haben. Nicht unwichtig: Gästefans sind wegen Ausschreitungen im Play-off gegen Laibach nicht zugelassen.

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