Heinz-Christian Strache ist – zumindest medial – wieder da. Erst am 22. August wehrte sich der Ex-Vizekanzler wegen übler Nachrede und aufgrund von Eingriffen in seine persönliche Integrität vor Gericht – mehr dazu hier. Die Berichterstattung über die Scheidung von seiner Ex-Frau Philippa (ehemals Strache) wirkt bis heute nach.
Wohlfeile 140.000 Euro (nicht rechtskräftig) wurden ihm nach zweijährigem Verhandeln für die Berichterstattung privater Details, die noch dazu unrichtig waren, zugesprochen. Doch die Serie der Klagen des ehemaligen Politikers geht vorerst weiter. Nun soll nämlich auch eine Rentnerin aus Wien tief in die Tasche greifen. Satte 4.459,22 Euro soll sie dem tief gefallenen Ex-Politiker überweisen.
Der Grund: Im September 2022 teilte Monika (73) einen Artikel eines österreichischen Mediums auf "Facebook". In diesem Beitrag berichtete die Zeitung über Straches "Ehe-Drama". Die Mindestpensions-Bezieherin postete die Inhalte einer krawalligen Tageszeitung, dachte sich nichts dabei.
Straches privates Schicksal beschäftigte die 73-jährige Wienerin, aber: "Die Zeitung hat über ihn berichtet, wieso muss ich jetzt mit einer Klage rechnen?" Der Vorwurf des Strache-Anwalts: üble Nachrede und Eingriff in den höchsten persönlichen Lebensbereich.
Nun soll die 73-jährige Wienerin rund 4.500 Euro zahlen. Für die Mindestpensions-Bezieherin ist das ein riesiges Dilemma, denn: Sie verfügt monatlich über Einnahmen von knapp über 1.000 Euro, lebt am Existenzminimum. "Das Geld habe ich niemals", so Monika verzweifelt gegenüber "Heute". Jetzt möchte sich die Pensionistin rechtlich beraten lassen, die Zahlungsfrist läuft Ende Oktober ab.