Tierschützer schlagen Alarm

Sorge um unsere süßen Sperlinge – immer weniger Babys!

Beinahe überall trifft man auf den Haussperling. Doch Achtung: Die Population ging in Europa in den letzten Jahren dramatisch zurück.
Community Heute
24.10.2024, 15:36

Wie jeden Tag suchte Daniel D. aus Graz auch Donnerstag den Hauptbahnhof auf, um mit den Öffis zur Arbeit zu fahren. Im Inneren des Gebäudes begegnete er einer Gruppe Haussperlinge.

Für Daniel ein schöner Anblick: "Denen dürfte augenscheinlich kalt draußen sein, den Spatzen-Vöglein." Generell können Spatzen in ganz Österreich – so möchte man denken – zur Genüge beobachtet werden. Doch der Schein trügt.

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Keine Einzelgänger – Spatzen unternehmen alles in der Gruppe

Birdlife Österreich bezeichnet den Haussperling als "treuen Begleiter des Menschen", der seit jeher in Städten und Dörfern brütet: "Als ursprünglicher Steppenbewohner schloss er sich wahrscheinlich vor etwa 10.000 Jahren mit der 'Erfindung' der Landwirtschaft im Mittleren Osten dem Menschen an und folgte den frühen Ackerbauern auch nach Europa. Getreide und Tierfutter in den kleinen Siedlungen boten ihm ganzjährig Nahrung."

Laut der Vogelschutz-Organisation sind die Vögel selten alleine unterwegs: "Oft wird alles in der Gruppe unternommen – vom Rasten und Schlafen über das gemeinschaftliche Sandbad bis zur Futtersuche. Das geht so weit, dass ein Sperling, der eine gute Futterquelle entdeckt hat, erst die anderen Mitglieder seiner Gruppe verständigt, bevor er selbst zu fressen beginnt!"

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Immer weniger Spatzen in Europa

Am liebsten halten sich Haussperlinge in Stadtteilen mit einem höheren Anteil an Grünflächen auf, sie fressen am liebsten Samen, Getreidekörner, Wildkräuter (Gänsefuß oder Amaranth): "Seit sich Haussperlinge dem Menschen angeschlossen haben, fressen sie am Vieh- und Hühnerfutter mit, nutzen Getreidefelder und Getreidelager oder Dreschabfälle, holen sich sogar unverdaute Haferkörner aus Pferdeäpfeln."

Obwohl die Gattung zu einer der häufigsten Vogelarten in Europa gehört, gingen die Bestände in den letzten Jahrzehnten deutlich zurück. Vor allem in den britischen Städten ist dies einerseits auf den Mangel an Insektenfutter für die Jungvögel zurückzuführen, hat aber auch mit Belastung durch Krankheiten wie Vogelmalaria zu tun.

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