Wiener Reumannplatz

Polizei-Drohnen überwachen jetzt Hotspot in Favoriten

Bei einer Schwerpunktaktion der Wiener Polizei rückte am Samstagabend ein Favoritner Hotspot in den Fokus. Der Einsatz erfolgte auch aus der Luft.
Robert Cajic
29.07.2024, 05:30

Auch auf dem mit Waffenverbot belegten Reumannplatz in Wien-Favoriten lief ein Großeinsatz. Immer wieder kam es dort zu Schlägereien und Messerattacken. Die Beamten präsentierten dort nun eine neue Methode, um kriminelle Aktivitäten schon frühzeitig zu erkennen. Die Beamten waren nicht nur am Boden "Herr der Lage".

Drohnen zur Einsatzaufklärung

Bei Einsätzen steigen nun auch Drohnen auf. Diese schicken Luftbilder an die Beamten am Boden. Dabei vertraut die Polizei auf verschiedene Modelle, die den Luftraum für mindestens 30 Minuten "scannen" können. Mehrere Beamte können zeitgleich und "live" auf die Bilder zugreifen, Gefahren frühzeitig erkennen und gegebenenfalls reagieren.

Jugendkriminalität im Fokus

Bei dem Einsatz am Wochenende standen der Kampf gegen Jugendkriminalität und fremdenpolizeiliche Maßnahmen im Mittelpunkt. Erst vor wenigen Monaten schlugen mehreren Messer-Eklats an dem Hotspot in Favoriten für hohe Wellen.

Die Konsequenz: Eine Waffenverbotszone rund um den Reumannplatz. Diese scheint eine positive Wirkung gezeigt zu haben. Im Zuge der "Aktion scharf" kam es am Samstag in den späten Abendstunden dennoch zu über 200 sicherheitspolizeilichen Identitätsfeststellungen.

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Fünf Festnahmen in Favoriten

Fünf Personen wurden dabei aus fremdenpolizeilichen und verwaltungsrechtlichen Gründen festgenommen. Fünfmal wurde auch Suchtgift sichergestellt, unter anderem wenige Gramm Haschisch in einem Gebüsch direkt neben der U1-Station Reumannplatz.

Dieses Versteck am Reumannplatz hatte die Polizei am Schirm.
"Heute"

Nulltoleranz-Vorgehen bei Jugend-Gangs

Um bei der "Nulltoleranz"-Aktion immer einen Schritt voraus zu sein, beobachtete das Bundeskriminalamt zur Einsatzaufklärung den Einsatzbereich über den Dächern aus der Luft.

Oberster Polizei-Chef bei Einsatz dabei

Bundespolizeidirektor Michael Takacs lobte am Samstag die "hervorragende Zusammenarbeit" mit Kollegen in Wien und aus den anderen Bundesländern. "Wir beobachten laufend Phänomene, wie sie derzeit im Bereich der Migranten-Community zu sehen sind. Es gilt eine strikte Nulltoleranz, es gibt keine Abmahnungen mehr", so der Bundespolizeidirektor gegenüber "Heute".

Bundespolizeidirektor Michael Takacs (l.), Bürgermeister Michael Ludwig (SP), Wiens Polizei-Chef Gerhard Pürstl.
"Heute"

Bürgermeister: "Brauchen mehr Polizei in Wien"

Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig schloss sich den Worten von Takacs an: "Der Schutz der Wiener Bevölkerung und die Sicherheit im öffentlichen Raum haben für mich oberste Prioriät! Deshalb arbeiten wir in der Stadt Wien sehr eng und intensiv mit der Polizei zusammen. Aber wir brauchen dringend mehr Personal bei der Wiener Polizei", betonte Ludwig.

Kommt Waffenverbot in ganz Wien?

Auch ein wienweites Waffenverbot im öffentlichen Raum erachtet der Bürgermeister der Hauptstadt für sinnvoll – dadurch hätten Polizisten auch die Möglichkeit, mit Kontrollen noch mehr Druck auf potenziell Gewalttätige auszuüben.

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