Wiener Wohnen hat genug

Ekel-Lokal in Wiener Gemeindebau droht jetzt das Aus

Gemeindebau-Bewohner in Favoriten halten es nicht mehr aus: Küchengestank, Dreck und Ratten – alles wegen eines neuen Lokals. Das soll bald enden.
Robert Cajic
07.11.2024, 16:38

Mit dem Lokalwechsel kamen die Sorgen der Bewohner: Nach über 20 Jahren sperrte das Restaurant "Zum Nepomuk" in der Troststraße 60 zu, ein jemenitisches Lokal übernahm die vakante Position. Seit April scheint sich vor Ort nicht nur der Gastro-Betreiber, sondern auch der hygienische Zustand rund um das Lokal drastisch geändert zu haben.

Küche führt in Gemeindebau

Die Küche des Betriebs liegt nämlich in einem Gemeindebau in der Van-der-Nüll-Gasse, dort regiert nur noch das Chaos. Wiener Wohnen will jetzt die Reißleine ziehen.

Zugang und Gänge des Gemeindebaus verfallen: Die Türen sind regelmäßig offen oder kaputt. Im Stiegenhaus angekommen, wartet nach wenigen Stufen abwärts eine Tür zu der Küche des angrenzenden Lokals. Die Verschmutzung breitet sich aus. Zu sehen sind ein klebriger Fußboden und jede Menge Flecken.

"Ratten so groß wie Hasen"

Im gesamten Stiegenhaus sind Dreck und angelaufene Fenster zu erkennen. Für Gemeindebau-Bewohnerin Roswitha* (Name von der Redaktion geändert) sind die Zustände vor Ort unerträglich: "Wir können nicht mehr! Dieser Gestank hier ist nicht auszuhalten, die Türe zur Küche ist immer offen. Der ganze Gestank, die Hitze und die Spuren vom Fett verteilen sich im ganzen Stiegenhaus."

Blutiges Fleisch würde sich außerdem aufgrund des täglichen Gastro-Betriebs in den restlos überfüllten Mülleimern befinden, "wo dir Ratten so groß wie Hasen beim Öffnen der Mistkübel fast ins Gesicht springen!" Die Wienerin schämt sich, Gäste nach Hause einzuladen, "weil diese geschockt über unsere Verhältnisse hier sind."

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Orient-Lokal soll raus

Wiener Wohnen ist der Fall auf Anfrage von "Heute" bekannt, man bedauere die Umstände vor Ort. Den Chef des jemenitischen Restaurant habe Wiener Wohnen mehrmals kontaktiert und schriftlich ermahnt. Auch das Magistratische Bezirksamt sowie das Marktamt wurden schon hinzugezogen.

"Nachdem leider alle bisherigen Bemühungen und Ermahnungen ergebnislos blieben, prüfen unsere Juristen derzeit die gerichtliche Aufkündigung des Mietverhältnisses – in der Hoffnung, das Problem so nachhaltig lösen zu können", so Wiener Wohnen abschließend.

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