Ab Mittwoch (2. April) heißt es "Wiederverwenden statt Wegwerfen". Dann startet die Neuauflage des Erfolgsmodells Wiener Reparaturbon – früher als erwartet.
"Wien soll auch in Zukunft eine Stadt sein, in der ein gutes Leben für alle möglich ist, dabei spielt auch die nachhaltige Nutzung von Gegenständen eine wichtige Rolle: Das Ziel ist, Wien zur Stadt ohne Verschwendung zu machen", betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
Reparieren lassen kann man mit dem Wiener Reparaturbon nahezu alles, von der Gitarre, über Teddybären bis zum Küchensessel. Elektrogeräte und Fahrräder werden derzeit durch den österreichweiten Bundesreparaturbonus abgedeckt.
Gezahlt wird, wie auch schon bisher, pro Reparatur die Hälfte der Kosten – maximal aber 100 Euro. Kostenvoranschläge werden komplett übernommen, wenn sie höchstens 55 Euro kosten.
Mit der Förderung will die Stadt Wien Abfälle vermeiden und außerdem noch Ressourcen sparen – mit Erfolg.
Seit Beginn der Aktion vor knapp fünf wurde rund 48.000 Gegenstände repariert, wodurch rund 3.200 Tonnen CO2 und rund 10.000 Tonnen an Ressourcen eingespart wurden. Zum Vergleich: Ein Hektar Wald speichert pro Jahr ca. 13 Tonnen CO2. Der Wiener Reparaturbon hat also die Arbeit von mehr als 240 Hektar Wald übernommen – das entspricht in etwa einer Waldfläche in der Größenordnung der Bezirke Mariahilf und Josefstadt.
Insgesamt stellt die Stadt Wien für den Reparaturbon bis zum Jahr 2027 1,2 Millionen Euro bereit. Für heuer sind 300.000 Euro budgetiert.
"Der Bon kann auch diesmal ganz einfach aus dem Internet heruntergeladen und bei teilnehmenden Betrieben des Wiener Reparaturnetzwerks eingelöst werden", so Czernohorszky bei der Präsentation im Wiener Reparaturbetrieb "Neubauer Guitars" in Wien-Penzing.
Der Gitarrenbaumeister Andreas Neubauer repariert seit 40 Jahren für rund 4.000 Stammkunden über die Grenzen Österreichs hinweg Musikinstrumente. Auch Stars wie Falco und Wanda haben ihre geliebten Gitarren bereits ihm anvertraut.
"Mit dem Reparaturbon sprechen wir deutlich mehr Musikerinnen und Musiker an, ihre geliebten Instrumente, kostengünstig reparieren zu lassen", freut sich Neubauer.
Nach der Registrierung bzw. Anmeldung auf der Seite mein.wien.gv.at/wienerreparaturbon kann der Wiener Reparaturbon heruntergeladen und gleich bei der Beauftragung der Reparatur eingelöst werden. Übernommen werden 50 Prozent der Bruttoreparaturkosten bis zu einem maximalen Förderbetrag von 100 Euro. Sollte sich eine Reparatur doch nicht mehr rentieren, übernimmt der Wiener Reparaturbon die anfallenden Kostenvoranschläge mit bis zu 55 Euro. Die Förderung wird sofort beim Bezahlen vom Rechnungsbetrag abgezogen.
Auf dem Bon befindet sich ein Ablaufdatum, bis zu welchem die Reparatur des Gegenstands beauftragt werden muss. Der Bon kann direkt bei der Beauftragung im Betrieb eingelöst werden - die Reparatur muss noch nicht abgeschlossen sein.