Der Ex-Freund (18) der damals 12- bzw. 13-Jährigen wurde am Montag am Wiener Landesgericht wegen schweren sexuellen Missbrauchs, Nötigung und Missbrauchsdarstellungen (nicht rechtskräftig) schuldig gesprochen.
Im Sommer 2023 machte sich der damals noch 16-jährige Flüchtling aus Afghanistan an Anna-Sophia (Anm. Name geändert) ran und stellte sich ihrer Familie als "15-jähriger Halb-Philippino" vor.
Trotz des großen Altersunterschieds schlief er gegen den Willen der Mutter mit der Minderjährigen, filmte sich sogar dabei. "Ich war verliebt", behauptete der heute Arbeitslose, der sich kürzlich bei McDonald’s bewarb.
Die Mutter habe "die Hölle durchgemacht". Entsprechend groß war bei der 35-Jährigen die Erleichterung nach dem Urteil. Hinter Gitter muss der Ex-Freund jedoch nicht, er fasste 15 Monate bedingte Haft aus, muss 800 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Das von Sascha Flatz vertretene Opfer hatte tapfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt, brach in Tränen aus. Die Aufarbeitung des unglaublichen Falls ist aber noch nicht zu Ende, sondern geht weiter.
Trotz Freisprüchen für zwei 17-Jährige und Einstellungen gegen fünf Verdächtige läuft das Ermittlungsverfahren um eine Gruppenvergewaltigung in einem Hotelzimmer noch. Die Unschuldsvermutung gilt.