Am 24. Oktober geht der Prozess des Ehepaars Bohrn Mena gegen die grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling in Wien weiter.
Picturedesk, Sabine Hertel, Helmut Graf/Montage "Heute"
Nachdem es zuletzt ruhig geworden war um die 23-jährige neue grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling, rückt der im EU-Wahlkampf publik gewordene Skandal um ihr offenbar recht lockeres Verhältnis zu Tratschereien über andere jetzt wieder in den Fokus.
Denn am Donnerstag (24. November) wird die Causa vor Gericht verhandelt. Das Öko-Aktivistenpaar Veronika und Sebastian Bohrn Mena hatte ihre ehemalige gute Freundin Schilling geklagt, weil diese wiederholt rufschädigende Gerüchte über das Privat- und Berufsleben der beiden verbreitet habe. Die Bohrn Menas klagten auf Widerruf, Vergleichs-Bemühungen auch nach dem ersten Gerichtstermin im Juni scheiterten bisher.
"Gewohnheitsmäßig Unwahrheiten verbreitet"
Ob Schilling bei der Verhandlung am 24. Oktober (angesetzt für drei Stunden) persönlich anwesend sein werde, wisse er nicht, sagt Sebastian Bohrn Mena im Gespräch mit "Heute", er halte es für unwahrscheinlich. Immerhin ist ja diese Woche Plenartagung des EU-Parlaments in Straßburg. Schilling postete auf Instagram noch am Mittwochnachmittag über ihre Aktivitäten im Europäischen Parlament.
"Wir werden aber auf jeden Fall da sein", so Sebastian Bohrn Mena. Es gehe ihnen darum, nachzuweisen, dass Schilling "gewohnheitsmäßig Unwahrheiten verbreitet hat" – und zwar nicht nur über die Bohrn Menas, sondern auch über andere.
Probleme mit Schillings mutmaßlich lockerem Verhältnis zur Wahrheit hatten in der Tat nicht nur die Bohrn Menas (hier hatte sie anderen gegenüber von häuslicher Gewalt berichtet). Auch ORF-Moderator Martin Thür machte öffentlich, dass Schilling ihm ein Verhältnis mit ihr angedichtet habe – die Grün-Abgeordnete widerrief das vor einem Notar und entschuldigte sich bei dem TV-Journalisten (den sie im Übrigen nie persönlich getroffen hatte).
Liste mit 20 Personen
"Bei Gericht am Donnerstag wird nun alles ans Licht kommen", so Sebastian Bohrn Mena zu "Heute". "Wir wollen eine Liste mit 20 Personen aus Politik, Wirtschaft und Medien vorlegen, denen Schilling alles Mögliche angedichtet und das herumerzählt hat." Die von der jungen Grünen verbreiteten Vorwürfe gegen diese Personen würden dabei von häuslicher Gewalt über sexuelle Belästigung bis hin zu Vergewaltigung reichen, so Bohrn Mena.
„Wir wollen eine Liste mit 20 Personen vorlegen, denen Schilling alles Mögliche angedichtet und das herumerzählt hat“
Sebastian Bohrn MenaÖko-Aktivist
Beim Verhandlungstermin am Donnerstag werde es wohl um den weiteren Prozess-Fahrplan gehen und darum, welche Zeugen geladen werden, so Bohrn Mena: "Wir haben eine weitere Liste von 20 Personen, die bestätigen können, dass Lena Schilling ihnen gegenüber falsche Behauptung über andere getätigt hat."
Bezüglich der Bohrn Menas hatte Schilling von häuslicher Gewalt gesprochen und gesagt, sie mache sich Sorgen um ihre damalige Freundin Veronika Bohrn Mena. "Zwei Jahre lang hat sie das verbreitet, aber in dieser Zeit meine Frau kein einziges Mal darauf angesprochen...", so Sebastian Bohrn Mena.
Widerruf
Den Bohrn Menas gehe es darum, dass Schilling ihre Behauptungen widerruft – und zwar zumindest gegenüber jenen Personen, denen sie das gesagt hatte.
„Wir wollen einfach eine Entschuldigung“
Sebastian Bohrn MenaÖko-Aktivist
Einer Vergleichslösung stehe man nach wie vor offen gegenüber, sagt Sebastian Bohrn Mena. Seitens der Richterin war im Juni ein sogenanntes "gerichtsinternes Einigungsverfahren" vorgeschlagen worden, eine Art Mediation. Das habe Schilling abgelehnt. Vor einer Woche habe sich die Anwältin von Schilling aber gemeldet, ob man sich nicht vielleicht doch vergleichen könne.
Veronika und Sebastian Bohrn Mena beim 1. Gerichtstermin im Juni
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Sebastian und Veronika Bohrn-Mena gaben beide Statements ab.
Sabine Hertel
Großes Medieninteresse.
Sabine Hertel
Das Ehepaar Bohrn-Mena beim Prozessauftakt gegen Lena Schilling.
Sabine Hertel
Das Ehepaar Bohrn-Mena beim Prozessauftakt gegen Lena Schilling.
Sabine Hertel
Das Ehepaar Bohrn-Mena beim Prozessauftakt gegen Lena Schilling.
Sabine Hertel
Grünen-Anwältin Maria Windhager.
Sabine Hertel
Sebastian und Veronika Bohrn-Mena gaben beide Statements ab.
Sabine Hertel
Großes Medieninteresse.
Sabine Hertel
Das Ehepaar Bohrn-Mena beim Prozessauftakt gegen Lena Schilling.
Sabine Hertel
Das Ehepaar Bohrn-Mena beim Prozessauftakt gegen Lena Schilling.
Sabine Hertel
"Bisher 20.000 Euro Kosten"
Ein Vergleich müsse jedenfalls umfassen, dass Schilling ihnen die Kosten für den Rechtsstreit ersetzt, so Sebastian Bohrn Mena: "Wir sind da bisher bei stolzen 20.000 Euro – Anwaltskosten, Gebühren und auch Verdienstentgang – manche Einkünfte konnten wir wegen der Auseinandersetzung mit Schilling nicht lukrieren."
Man habe kein Interesse, dass noch mehr Kosten anfallen und auch kein Interesse, die Sache ewig vor Gericht auszutragen. "Wir wollen einfach eine Entschuldigung", sagt Sebastian Borhn Mena. Das erwarte er sich im Übrigen auch von den Grünen, die sich in der Causa stets hinter Schilling gestellt hatten. Von Parteichef Werner Kogler etwa, und von Generalsekretärin Olga Voglauer – "das ist eine Frage des Anstands", hofft Bohrn Mena.
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