Alles fing vor über zehn Jahren an, als Christopher Nast – so sein bürgerlicher Name – den RTL "Comedy Grand Prix" gewann. Es folgten Auftritte im Stefan Raabs Kultsendung "TV total" und auf großen Bühnen.
Heute gilt Chris Tall als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Comedians seiner Generation – und tritt am Freitag (4. April) mit seiner Show "Laugh Stories" in der Wiener Stadthalle auf.
"Die Wiener gehen zum Lachen auf das Dachgeschoss! Endlich mal ein Publikum, dass frei ist im Kopf. Ich liebe es, zu 100 % ich selbst sein zu dürfen. Wien gehört für mich absolut in die Top 3 aller Städte", so der 33-Jährige voller Vorfreude zur "Heute".
Fragt man z.B. bei seinem Kollegen Michael Mittermaier nach, hat dieser stets eine Anekdote über unfreundliche Kellner, schnippische Fans oder – schlichtweg – typische Wiener auf Lager. Nicht so Chris Tall: "Bisher habe ich ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Ich bin mal eine ganze Stunde zu spät gekommen, weil mein Flug gecancelt wurde. Da hatte ich total Angst auf die Bühne zu gehen, weil ich nicht wusste, wie das Publikum reagieren würde. Der Rest ist Geschichte. Was in dem Saal passiert ist, war unglaublich. Mehr Liebe kann ein Komiker nicht erwarten."
Das Publikum mit einzubeziehen ist ein Kernpunkt seiner Show, bei der Chris mit seiner frechen und witzigen Art regelmäßig punktet – ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen (siehe Video).
Doch nicht nur die Fans in der Bundeshauptstadt haben es ihm angetan, auch ihr Dialekt. So ist "Oida" sein liebster Begriff im Wienerischen: "Klar, wirkt erstmal bisschen lame, aber man weiß sofort, wo man ist. Es erinnert mich an das Hamburger 'digga', was durch unterschiedliche Betonungen andere Bedeutungen hat. Ich lieb's."
Und in noch einer anderen Beziehung hat Wien bei ihm einen Ausnahmestatus. So mag es Chris Tall, der auch als Moderator (aktuell: "Chris Du das hin?" auf ProSieben) und Schauspieler ("Männertag") arbeitet, gerne klassisch: "Grundsätzlich spiele ich meistens nur die Shows in den einzelnen Städten und fahre dann weiter, einfach weil man irgendwann die Städte kennt. Wien ist eine Ausnahme. Da geht es immer in die Stadt auf der Suche nach dem besten Schnitzel." Da sollte sich doch was finden lassen!
Am 7. Juni plant der 33-Jährige übrigens, das Hamburger Volksparkstadion auszuverkaufen. Insgesamt 37.000 Fans will er unter dem Motto "Laugh Stories – einmal im Leben" in die Spielstätte des HSV locken.