Guido Burgstaller - laut Gutachten war er bei dem Vorfall sturzbetrunken.
"Heute"-Montage
Die Attacke auf Rapid-Star Guido Burgstaller (35) landet am Donnerstag (27.3.) vor Gericht. Angeklagt ist ein 23-jähriger Niederösterreicher, der am Freitag, den 13. Dezember des Vorjahres in der Szene-Disko Volksgarten – genau wie Guido Burgstaller – einen feuchtfröhlichen Abend verbrachte.
Samstag früh taumelten beide Protagonisten mit Begleitung vor das Lokal. Burgstallers Freundin soll um 6 Uhr vor dem Volksgarten den 23-Jährigen und seinem Bekannten – angeblich im oberösterreichischen Dialekt – um ein Feuerzeug gefragt haben. Daraufhin sollen sich die beiden darüber lustig gemacht haben. Als einer der Frau auch noch eine Rose schenken wollte, soll der schwer bediente Fußballer (1,7 Promille Alkohol wurden im Blut festgestellt) mit ihnen zu streiten begonnen haben – um wen es sich bei Burgstaller handelte, wusste der Angeklagte zu dem Zeitpunkt nicht.
Nun scheint klar: Beim anschließenden Schlag des 23-Jährigen zeigte Burgstaller laut Gutachten keinerlei Abwehrreaktionen, fiel wie ein Stein auf den Asphalt und trug nur deshalb eine so schwere Körperverletzungen davon. In einem Zusatzgutachten des renommiertesten Experten Wiens heißt es laut "Heute"-Infos sogar, dass bereits die kinetische Energie eines Sturzes aus dem aufrechten Stand ohne fremdes Zutun für die Art der Verletzung gereicht hätte, die sich der sturzbetrunkene Fußball-Star zuzog. Verletzungen im Gesicht, wie sie bei einem schweren Faustschlag sichtbar gewesen wären, wurden von Medizinern am Rapid-Stürmer übrigens nicht festgestellt.
"Es war ein Schickssalsschlag", bringt es Star-Anwalt Klaus Ainedter – der den Angeklagten verteidigt – auf den Punkt.
Klaus Ainedter verteidigt den Verdächtigen in der Burgstaller-Causa.
"Heute"
Die Staatsanwaltschaft Wien hatte zuerst Ermittlungen wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung geführt, der Verdächtige – der Morddrohungen von Ultras bekommen haben soll – wurde sogar in Untersuchungshaft genommen. Doch nun scheint alles anders. Denn der inzwischen vorliegende Strafantrag lautet "nur" auf schwere Körperverletzung (§ 84 Absatz 4 StGB), wofür dem grundsätzlich geständigen Burgi-Prügler sechs Monate bis fünf Jahre Haft drohen.
In den frühen Morgenstunden des 14. Dezember 2024 wurde Burgstaller vor einem Wiener Nachtlokal von einem zunächst unbekannten Täter brutal niedergeschlagen und erlitt unter anderem einen Schädelbasisbruch. Die schweren Verletzungen markierten womöglich das verfrühte Karriereende.
GEPA
In 26 Länderspielen erzielte Burgstaller zwei Teamtreffer. Sein letzter Auftritt in Rot-Weiß-Rot: Im Oktober 2023 berief ihn Teamchef Ralf Rangnick aufgrund einer Verletzungsmisere für die EM-Quali ein. Beim Kurzeinsatz gegen Aserbaidschan (1:0) sah der Kärntner acht Minuten nach seiner Einwechslung in der Schlussphase Gelbrot.
Gepa
Die Karriere von Rapid-Ikone und Ex-ÖFB-Teamspieler Guido Burgstaller. Bei einer brutalen Attacke erlitt der Kärntner im Dezember 2024 einen Schädelbasisbruch – womöglich das Ende einer illustren Karriere. Hier seine Stationen im Überblick.
Gepa, Imago
Die Anfänge: Der Villacher erarbeitete sich über die Akademie Kärnten beim damaligen Zweitligisten FC Kärnten den ersten Profivertrag. 2008 folgte der Wechsel zum FC Magna nach Wiener Neustadt.
Gepa
Bei den Niederösterreichern erlebte er in drei Jahren einen steilen sportlichen Aufstieg, spielte sich mit 13 Toren und 14 Assists in 89 Pflichtspielen in den Notizblock des Rekordmeisters Rapid.
Gepa
Der Kärntner stürmte drei Jahre in Hütteldorf, reifte bei Rapid zum Nationalspieler. 2012 gab Burgstaller sein ÖFB-Debüt unter Teamchef Marcel Koller.
Gepa
2014 folgte er dem Lockruf aus dem Ausland. Burgstaller wechselte in die walisische Hauptstadt Cardiff. Seine Zeit auf der Insel sollte sich als sportliches Missverständnis erweisen. Nach nur fünf Spielen und einem einzigen Tor wechselte er nach Deutschland.
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Beim FC Nürnberg schlug er dann voll ein, läutete eine erfolgreiche Zeit als Deutschland-Legionär ein. Ein Bild mit Symbol-Charakter: Burgstaller beim Torjubel mit Landsmann und ÖFB-Kollege Alessandro Schöpf.
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2017 warb ihn der deutsche Kult-Klub Schalke nach zwei Jahren bei Nürnberg ab. Für die Glubberer hatte er 34 Volltreffer in 70 Spielen gelandet. Auch in Gelsenkirchen netzte Burgstaller stolze 32 Mal in 119 Auftritten.
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Zwischen 2020 und 2022 stand der als harter Arbeiter bekannte Angreifer bei einem weiteren Kult-Klub unter Vertrag: dem FC St. Pauli.
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Rapid holte den "verlorenen Sohn" im Herbst der Karriere zu seinem Herzensverein zurück. Als Kapitän avancierte der Routinier in einer für den Klub schwierigen Phase zur offensiven Lebensversicherung, war in seinem ersten Jahr zurück in Wien absoluter Top-Torjäger. Vor der Saison 2024/25, die er vorab als seine letzte ankündigte, zog er sich auch aufgrund von häufiger auftretenden Wehwehchen in die zweite Reihe zurück, übergab die Kapitänsbinde an Matthias Seidl.
Gepa
In den frühen Morgenstunden des 14. Dezember 2024 wurde Burgstaller vor einem Wiener Nachtlokal von einem zunächst unbekannten Täter brutal niedergeschlagen und erlitt unter anderem einen Schädelbasisbruch. Die schweren Verletzungen markierten womöglich das verfrühte Karriereende.
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In 26 Länderspielen erzielte Burgstaller zwei Teamtreffer. Sein letzter Auftritt in Rot-Weiß-Rot: Im Oktober 2023 berief ihn Teamchef Ralf Rangnick aufgrund einer Verletzungsmisere für die EM-Quali ein. Beim Kurzeinsatz gegen Aserbaidschan (1:0) sah der Kärntner acht Minuten nach seiner Einwechslung in der Schlussphase Gelbrot.
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Die Karriere von Rapid-Ikone und Ex-ÖFB-Teamspieler Guido Burgstaller. Bei einer brutalen Attacke erlitt der Kärntner im Dezember 2024 einen Schädelbasisbruch – womöglich das Ende einer illustren Karriere. Hier seine Stationen im Überblick.
Gepa, Imago
Die Anfänge: Der Villacher erarbeitete sich über die Akademie Kärnten beim damaligen Zweitligisten FC Kärnten den ersten Profivertrag. 2008 folgte der Wechsel zum FC Magna nach Wiener Neustadt.
Gepa
Die Staatsanwaltschaft glaubt offenbar, dass er nicht die Absicht hatte, Burgstaller so schwer zu verletzen und nimmt zur Kenntnis, dass der Fußballer durch seinen hohen Grad der Alkoholisierung bei dem Vorfall stark beeinträchtigt war. Demnach wollte Burgi, der mehrere Minuten bewusstlos war, gar nicht mit dem Rettungswagen mitfahren. Er musste erst dazu überredet werden. Danach verbrachte er zehn Tage im AKH, durfte zu Weihnachten heim.
Erbitterter Streit ums Geld dürfte folgen
Am Donnerstag kommt es also auch auf die Aussage des Fußballers an. Der Angeklagte will den Schaden – soweit möglich –wiedergutmachen und bereut sein Fehlverhalten laut "Heute"-Infos sehr. Burgstaller, der aktuell für sein Rasen-Comeback trainiert – leide bis heute unter Kopfschmerzen bei geistiger Anstrengung (zum Beispiel beim Lesen) und einer Hörbeeinträchtigung am linken Ohr. Über die Höhe des Schmerzengelds und – später – über die Höhe des erlittenen Schadens (Stichwort: Verdienstentgang) scheint erneut eine harte Auseinandersetzung vorprogrammiert. Die Unschuldsvermutung gilt.
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