Die Diskussion um Handy-Verbote an Schulen nahm in den letzten Wochen ordentlich Fahrt auf. Experten warnen schon lange vor den Folgen von zu intensiver Handy-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen, rund drei Viertel der Lehrkräfte möchten ein generelles Handy-Verbot an Schulen – mehr dazu hier.
Auch in einem Gymnasium in Wien wurde beschlossen, den Schüler während eines Skikurses keine Smartphones zu erlauben. Das hat nun Folgen, denn: Die Kinder fingen sich einen Virus ein, Eltern mussten lange auf Neuigkeiten über den Gesundheitszustand ihrer Kids warten.
Schüler einer 2. Klasse des Bundesrealgymnasiums am Henriettenplatz im 15. Wiener Bezirk befinden sich bis Freitag in Radstadt (Salzburg) auf Skiwoche. Während der Exkursion werden die Smartphones der Schüler laut Bildungsdirektion abends vor dem Schlafengehen eingesammelt und am nächsten Tag – nach dem Skifahren – wieder ausgegeben.
Genau dies scheint einigen Eltern jetzt zu missfallen, denn: Mehrere Schüler sollen sich mit einem Virus infiziert haben, zwei Schüler mussten bereits von den Eltern abgeholt werden. Die Kritik einiger Erziehungsberechtigter: Ihre Kinder seien nicht erreichbar gewesen.
"Heute" setzte sich mit der Schule sowie der Bildungsdirektion Wien in Kontakt, diese versicherten auf Anfrage: Am Bundesrealgymnasium und Bundesoberstufenrealgymnasium Henriettenplatz "wurde im Schulgemeinschaftsausschuss per Beschluss festgelegt, dass Handys der Unterstufenschüler zu Unterrichtsbeginn abgesammelt werden und am Ende des Schultages wieder ausgegeben werden."
Der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) setzt sich hierbei aus der Schulleitung, Vertretern der Pädagogen, Schülern und Eltern zusammen. Weiters versicherte die Bildungsdirektion gegenüber "Heute": "Sollte ein Schüler dringend zu Hause anrufen müssen, wird das Handy natürlich dem Jugendlichen gegeben."