Eingefärbte Aufnahme aus dem Elektronenmikroskop: Mpox-Viruspartikel (grün) in infizierten Zellen (blau).
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In Frankreich ist erstmals eine Infektion mit der neuen Mpox-Variante Klade 1b nachgewiesen worden, wie die Regierung bestätigte. Der Fall sei in der westfranzösischen Region Bretagne bestätigt worden, hieß es vom Gesundheitsministerium in Paris.
Die Patientin habe sich nicht in Zentralafrika aufgehalten, wo die neue Form des Virus ihren Ursprung hat, stehe aber in Kontakt mit zwei Personen, die von dort zurückgekehrt seien, berichtete AFP unter Berufung auf das Ministerium.
Frau in Spital positiv getestet
Die Gesundheitsbehörden untersuchen derzeit die Infektionsquelle und arbeiten daran, alle Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Laut der französischen Regionalzeitung Ouest France handelt es sich bei der Patientin um eine Frau, die in einem Spital in Rennes im Nordwesten der Bretagne diagnostiziert wurde.
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Bei Affenpocken handelt es sich um eine selbst eliminierende Erkrankung. Eine lästige, langanhaltende Infektion, die zwei bis vier Wochen dauern kann und mit dem Abfallen der letzten Kruste endet. Bis dahin können die Symptome gelindert werden. Ansteckend ist man vom ersten Tag der Symptome bis zum Abfallen der letzten Kruste.
Twitter / Marc Van Ranst
Laut Virologin Monika Redlberger-Freitz (Bild) kommt mit den Affenpocken keine neue Pandemie auf uns zu. Es handelt sich um eine Zoonose, die im Vergleich zu den menschlichen Pocken nur schwer übertragbar ist.
Getty Images/iStockphoto; HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Affenpocken sind ein Pockenvirus, das 1958 bei Cynomolgus-Affen und 1970 beim Menschen nachgewiesen wurde. Das Virus besteht aus einem DNA-Kern in einer Proteinhülle, das von einer Hülle umgeben ist. Affenpocken sind zoonotisch, d.h. sie werden von Tieren (z. B. Nagetieren) auf den Menschen übertragen und umgekehrt. Infektionen beim Menschen werden häufig durch Tierbisse oder durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten verursacht. (im Bild: Partikel des Affenpockenvirus)
Science Photo Library / picturedesk.com
Die Inkubationszeit bei Affenpocken beträgt bis zu 21 Tage, wobei die meisten bereits zehn bis 14 Tage nach dem Kontakt erkranken.
Wikimedia / CDC, gemeinfrei (Archivbild, 1971)
Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, extremer Erschöpfung und sichtbar geschwollenen Lymphknoten. Ungefähr 1 bis 3 Tage nach Ausbruch des Fiebers tritt ein Ausschlag auf.
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In den Flecken des Ausschlags bilden sich Beulen, die dann zu Bläschen und Pusteln werden, die aufplatzen und verkrusten. Die Krusten fallen nach etwa vier Wochen dann ab.
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Die in Europa und den USA auftretende westafrikanische Variante des Virus führe in Afrika bei etwa einem Prozent der Erkrankten zum Tod.
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Es gebe auch eine zentralafrikanische Variante, bei der zehn Prozent der Fälle auf dem Kontinent tödlich verliefen.
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Der Nachweis erfolgt - wie beim Coronavirus und anderen Erregern - mit einer Probe des Betroffenen über einen sogenannten PCR-Test.
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Wegen mehrerer Fälle von Affenpocken in anderen europäischen Ländern hatte das Robert Koch-Institut (RKI) erst am 19. Mai zu Wachsamkeit aufgerufen.
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Die Übertragung erfolgt über engen Körperkontakt.
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Eine Pocken-Impfpflicht gab es in Österreich bis 1981.
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Damals gab es einen regelrechten Run auf die Pockenimpfung. Lange Warteschlangen vor dem Gesundheitsamt in der Gonzagagasse in Wien. (Bild zeigt Impfaktion in Wien; März 1972).
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Wer gegen Pocken geimpft wurde, hat die typische Pockenimpfnarbe am Körper.
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Aktuell gibt es keine Impfung gegen die Affenpocken. Ältere Personen, die noch gegen die Pocken geimpft worden sind, haben aber einen Vorteil. Die Impfung gibt einen Kreuzschutz von den Affenpocken, der derzeit bei 85 Prozent liegt.
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In Österreich wurde bisher ein Fall bestätigt. Der Betroffene wird im Krankenhaus behandelt.
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Bei Affenpocken handelt es sich um eine selbst eliminierende Erkrankung. Eine lästige, langanhaltende Infektion, die zwei bis vier Wochen dauern kann und mit dem Abfallen der letzten Kruste endet. Bis dahin können die Symptome gelindert werden. Ansteckend ist man vom ersten Tag der Symptome bis zum Abfallen der letzten Kruste.
Twitter / Marc Van Ranst
Laut Virologin Monika Redlberger-Freitz (Bild) kommt mit den Affenpocken keine neue Pandemie auf uns zu. Es handelt sich um eine Zoonose, die im Vergleich zu den menschlichen Pocken nur schwer übertragbar ist.
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Affenpocken sind ein Pockenvirus, das 1958 bei Cynomolgus-Affen und 1970 beim Menschen nachgewiesen wurde. Das Virus besteht aus einem DNA-Kern in einer Proteinhülle, das von einer Hülle umgeben ist. Affenpocken sind zoonotisch, d.h. sie werden von Tieren (z. B. Nagetieren) auf den Menschen übertragen und umgekehrt. Infektionen beim Menschen werden häufig durch Tierbisse oder durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten verursacht. (im Bild: Partikel des Affenpockenvirus)
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Die Inkubationszeit bei Affenpocken beträgt bis zu 21 Tage, wobei die meisten bereits zehn bis 14 Tage nach dem Kontakt erkranken.
Wikimedia / CDC, gemeinfrei (Archivbild, 1971)
Die neue Form des Mpox-Virus, die sogenannte Klade-1b-Variante, steht im Zusammenhang mit dem globalen Gesundheitsnotstand, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im August ausgerufen hatte. Bereits im Oktober hatten die Nachbarländer Deutschland und Großbritannien erste Fälle der neuen Variante gemeldet.
Seit 1970 bekannt
1970 wurde Mpox in der heutigen Demokratischen Republik Kongo erstmals bei Menschen festgestellt. Das Virus zirkuliert in dem zentralafrikanischen Land seit Jahrzehnten, die Kranken hatten sich zumeist bei infizierten Tieren angesteckt. Früher war die Krankheit als Affenpocken bekannt. Um Stigmatisierungen zu vermeiden, wurde sie von der WHO in Mpox umbenannt.
VIDEO: Das weiß man über die neue Affenpocken-Variante bisher
Das sind die Symptome
Die Virusvariante "Klade Ib" führt – im Gegensatz zur Vorgängervariante Klade II – zu stärkeren Symptomen. Etwa ein stärkerer Hautausschlag am ganzen Körper, während die bisherigen Varianten nur einzelne Körperstellen wie den Mund, das Gesicht oder die Genitalien betrafen. Neben Pusteln und Geschwüren gehört auch Fieber zu den typischen Symptomen der Krankheit. Das Virus wird vor allem durch Hautkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen.
Die neue Ib-Variante hat sich in den vergangenen Wochen im Kongo und mehreren Nachbarländern ausgebreitet, vor allem in Flüchtlingslagern. Auch in weiteren afrikanischen Ländern gibt es Ausbrüche. Im Mai 2022 waren weltweit 111 Länder betroffen. Ein Großteil der Erkrankten sind Kinder unter 15 Jahren. Oft erkranken auch nicht-heterosexuelle Männer.