Zum Anbeißen!

Zuckersüße Arbeit – "Bürgermeisterkipferl" à la Ludwig

Bürgermeister Michael Ludwig versüßte sich am Freitag bei der Hofzuckerbäckerei L. Heiner den Tag. Er hat die berühmten Bürgermeisterkipferl gebacken.
Wien Heute
31.03.2025, 06:45

Die Traditionsbäckerei L. Heiner gilt nicht nur als Erfinder der Kardinalschnitten, auch die bekannten "Bürgermeisterkipferl" ist eine ihrer Spezialitäten. Dem Namen des Plundergebäcks wurde am Freitag, dem 28.03.2025, alle Ehre gemacht: Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) probierte sich selbst als Bäckermeister. Unter anderem wurde er von Simmerings Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) begleitet.

Süßes Handwerk

So früh wie ein professioneller Bäckermeister musste Bürgermeister Michael Ludwig am Freitag zwar nicht aufstehen, trotzdem ging es zeitig los. Um 09:00 Uhr startete das große Backen. Dabei wurde dem Bürgermeister sowie einigen Vertretern der SPÖ Simmering, darunter Gemeinderat Ernst Holzmann, Gemeinderat Rudolf Kaske und BV-Stellvertreterin Ramona Miletic, in der Firma Heiner das Rezept für die beliebten "Bürgermeisterkipferl" gezeigt. Doch nur zusehen reichte nicht, in der Backstube auf der Simmeringer Hauptstraße musste auch selbst Hand angelegt werden. Nach einer kurzen Einführung durch Bäckermeister Michael Stuller ging es los. In einem ersten Schritt durfte Michael Ludwig an die Teigmaschine, um den Plunderteig auszurollen. Anschließend, wurde dieser mit der traditionellen Marzipanmasse bestrichen, für den knackigen Biss sorgten geriebene Haselnüsse.

Danach geht es an die Präzisionsarbeit: Der Teig muss zugeschnitten werden, sogar ein Lineal wird verwendet. Auf die Millimeterarbeit folgt dann der spaßige Teil – das Rollen. Auch Simmerings Bezirksvorsteher Thomas Steinhart durfte das ein oder andere Kipferl zusammenrollen und das Endergebnis kann sich sehen lassen.

So kam der "Bürgermeister" nach Wien

Nach Wien kamen die Bürgermeisterkipferl durch Valentin Heiner, welcher die zweite Generation des Unternehmens bildet. Dieser war in Deutschland und stieß dabei auf den "Bürgermeister". Heiner warb damit, die deutsche Spezialität nach Österreich gebracht zu haben, 1899 erhielt die Bäckerei die Auszeichnung "Königlich Bayrischer Hoflieferant", noch vor der Verleihung des K.u.K. Titels, den die Bäckerei bis heute trägt.

Die Herstellung ist recht aufwändig, da der Teig dreimal touriert, also ausgerollt und gefaltet wird. So entstehen 27 Schichten. Was nicht vergessen werden darf, ist den Teig lange genug rasten zu lassen, wie es seitens der Hofzuckerbäckerei heißt.

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