Die Universitätsstraße wurde in den letzten Monaten zu einer Vorzeigestrecke umgebaut. Wo einst schmale Mehrzweckstreifen und grauer Asphalt dominierten, gibt es jetzt breite Radwege, viel Grün und mehr Platz für Fußgänger. Ab sofort ist die Straße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben.
Der Umbau kam nicht von ungefähr: Der Bau der neuen U-Bahn-Linie U5, die Wien ab 2026 bereichern wird, machte umfangreiche Arbeiten an der Oberfläche nötig. Die Stadt nahm die Gelegenheit beim Schopf und schuf eine Straße, die den Bedürfnissen moderner Mobilität entspricht.
Vor allem für Radfahrer bedeutet die Neugestaltung einen großen Schritt nach vorne. Wo zuvor schmale oder unsichere Mehrzweckstreifen den Verkehrsalltag bestimmten, entstanden gleich zwei baulich getrennte Radwege. In der Mitte der Universitätsstraße, gesäumt von Grünflächen und jungen Bäumen, verläuft nun ein drei Meter breiter Zwei-Richtungs-Radweg auf einer Länge von 400 Metern. Auf der stadtauswärtigen Seite entlang des Sigmund-Freud-Parks wurde der bestehende Ein-Richtungs-Radweg auf über zwei Meter verbreitert und bis zur Garnisongasse verlängert.
Auch auf der angrenzenden Alser Straße wurden Verbesserungen umgesetzt: Hier sollen neue, baulich getrennte Radwege auf beiden Seiten der Straße für ein zügiges Vorankommen sorgen. Kritik an dem Abschnitt gab es aber zuletzt von der Radlobby Wien. Der Radweg sei zu unsicher.
Ein weiteres Highlight der neuen Universitätsstraße ist die gezielte Begrünung. Gerade in den heißen Sommermonaten soll das Mikroklima verbessert werden. 45 neue Bäume wurden gepflanzt, weitere zehn folgen nach Abschluss der U-Bahn-Arbeiten. Zusätzlich gibt es 1.600 Quadratmeter neue Grünflächen und zwei neue Trinkbrunnen.
„Die Neugestaltung der Universitätsstraße zeigt einmal mehr, wie wir in Wien mit geschickter Planung Platz für alle Mobilitätsformen schaffen.“Angelika Pipal-LeixnerNeos Wien Mobilitätssprecherin
Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) zeigt sich zufrieden: "Mit der Umgestaltung der Universitätsstraße haben wir nicht nur den Platz für Radfahrende und Fußgänger verbessert, sondern auch ein starkes Zeichen für mehr Begrünung und Klimafitness in unserer Stadt gesetzt. Unser Motto 'Raus aus dem Asphalt' wurde hier konsequent umgesetzt."
Neben den neuen Radwegen und Grünflächen gab es auch bedeutende Verbesserungen für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Straßenbahngleise der Linien 43 und 44 wurden verlegt und saniert. Neue Haltestelle gibt es bei der Landesgerichtsstraße.
Ein besonderer Fokus liegt auf der neuen U-Bahn-Station U5 Frankhplatz, die derzeit im Zuge der U-Bahn-Bauarbeiten entsteht. Ab 2026 werden Fahrgäste hier direkt auf die U5 umsteigen können, ohne die Straße queren zu müssen. Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) betont die Wichtigkeit dieses Projekts: "30.000 Fahrgäste nutzen täglich die Straßenbahnlinien 43 und 44. Mit der neuen U5 schaffen wir ein noch leistungsfähigeres und modernes Öffi-Netz, das den Menschen eine schnelle und zuverlässige Verbindung bietet."