Neue Tschickpreise ab 1.4.

Preisschock in 5 Tagen – so teuer werden Zigaretten

Spätestens mit 1. April werden Zigaretten um bis zu 30 Cent, Tabaksticks fix um 50 Cent pro Packerl teurer. Weitere Preiserhöhungen könnten folgen.
Team Wirtschaft
27.03.2025, 06:11

Wegen des regulären, zuletzt 2022 geänderten Tabaksteuergesetzes müssen Raucher spätestens mit 1. April für ihr Laster deutlich tiefer als bisher in die Tasche greifen. Unterm Strich verteuert sich der Preis für die Packung Zigaretten abhängig von der jeweiligen Marke bzw. Sorte grundsätzlich um zumindest 20 Cent.

20 bzw. 50 Cent Aufschlag bei Zigaretten

Die klassischen Marlboro etwa kosten ab nächstem Monat 6,80 Euro statt wie bisher 6,50 Euro. Für die Chesterfield Original werden ebenfalls mit Anfang April 6,20 Euro fällig, ein Aufschlag von 20 Cent auf den bisherigen Preis. Sogar um 50 Cent verteuert sich das Packerl L&M.

Damit nicht genug: Das im März beschlossene Budgetsanierungsgesetz 2025 sieht eine zusätzliche Erhöhung der Tabaksteuer vor. Am härtesten betroffen – Tabak zum Erhitzen. Hier steigt die fällige Abgabe mit Monatsende um mehr als 80 Prozent.

"Heets" werden fix um 50 Cent teurer

Hersteller Philip Morris hat deshalb kurzfristig seine bereits veröffentlichte Preisliste zurückgezogen und nun eine korrigierte Fassung vorgelegt. Die sieht vor, dass mit 1. April die Tabaksticks "Heets" um 50 Cent statt der ursprünglich geplanten 30 Cent teurer werden. Das 20er-Packerl kostet damit 6,20 Euro. Auch bei der Zigaretten-Hausmarke Philip Morris selbst wurde nachgebessert und der Aufschlag von 10 auf 30 Cent erhöht. Neuer Preis: 6,20 Euro.

„Wir können nicht ausschließen, dass es zu weiteren Preiserhöhungen kommt“
Philip MorrisTabakkonzern, Hersteller "Heets"

Ist damit insgesamt das Thema Preiserhöhungen bei Zigaretten und Tabak für heuer vom Tisch? Zumindest für die Hersteller nicht. Philip Morris etwa will gegenüber "Heute" nicht ausschließen, dass es zu weiteren Anpassungen kommt. Man werde den Markt beobachten und behalte sich entsprechende zusätzliche Maßnahmen vor.

Auch JTI gibt keine Entwarnung

JTI hält sich zum Thema ebenfalls bedeckt. Nach der jüngsten Steuererhöhung müsse es theoretisch eine weitere Preisanhebung geben, lässt der Tabakriese auf "Heute"-Anfrage wissen. Allerdings stehe, so Ralf-Wolfgang Lothert, Mitglied der Geschäftsführung, nicht fest, "ob, wann und in welcher Höhe". Für den Fall, dass, würde es sich aber "mit zehn Cent nicht ausgehen", meint Lothert.

Hannes Hofer, als Geschäftsführer der Monopolverwaltung ein ausgewiesener Brancheninsider, sieht hingegen mit der aktuellen Preiserhöhung die jüngste Tabaksteuererhöhung bereits eingepreist. Die Industrie würde, so Hofer, erfahrungsgemäß auf Veränderungen rasch reagieren. Er erwarte deshalb nicht, dass es heuer noch eine weitere Preiserhöhung gibt.

Trafikanten schlagen Alarm

Vor einer zusätzlichen Preiserhöhung hat zuletzt Wolfgang Streißnig, Bundesgremialobmann der Trafikanten, im "Heute"-Talk gewarnt. Ein solcher Schritt würde, so Streißnig, mehr Raucher motivieren, sich Zigaretten oder Tabakerhitzer im Ausland zu besorgen. Damit werde der Regierungsplan wohl teils nach hinten losgehen. "Der Staat wird die geplanten zusätzlichen Steuereinnahmen kaum in vollem Umfang bekommen. Und die Verbrauchssteuer fällt auch noch weg, wenn die Kunden im Ausland kaufen", befürchtet Streißnig.

Staat verdiente 2024 an Rauchern fast drei Milliarden

Unterm Strich wurden im Vorjahr in Österreich übrigens 11,2 Milliarden Stück Zigaretten verheizt. Das spülte rund 2,14 Milliarden an Tabaksteuer in die Staatskasse. Inklusive Umsatzsteuer waren es sogar 2,8 Milliarden.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } Akt. 27.03.2025, 08:15, 27.03.2025, 06:11
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