Eine neue Beziehung sorgt für ein Kribbeln im Bauch, Schmetterlinge und Hochgefühle – aber auch dafür, dass man sich für ganz normale Vorgänge im Körper plötzlich schämt, etwa wenn man Blähungen hat. Wie lange dauert es also, bis das vergeht? Das Kulturmagazin "Mic" hat 125 Personen in ihren Zwanzigern und Dreißigern danach befragt. Das Ergebnis? Der erste ungenierte Furz passiert etwa gleichzeitig wie das erste "Ich liebe dich".
29 Prozent der Paare warten zwei bis sechs Monate, bis sie diese intimen Schritte wagen. Weitere 25,2 Prozent halten sich noch etwas länger zurück und warten zwischen sechs und zwölf Monaten. Und 22,4 Prozent sind schon noch wenigen Wochen über das Gröbste hinweg.
Menschen pupsen typischerweise 13 bis 21 Mal pro Tag. Das kann jedoch variieren – die einen mehr, die anderen weniger. Krankhaft wird es dann, wenn es das tägliche Leben maßgeblich behindert und/oder andere Begleiterscheinungen (z. B. Schmerzen) damit einhergehen.
Was auf den ersten Blick peinlich wirkt, ist laut Experten ein positives Zeichen für die Beziehung. Beziehungsexperte Michael Sartain erklärt: "Voreinander zu furzen, ist ein unbewusstes Zeichen für Wohlbefinden. Es zeigt, dass du dich in der Beziehung wohlfühlst und dich nicht verstellen musst." Noch wichtiger sei, dass diese Offenheit eine Basis für Vertrauen schafft. "Wenn du über solche kleinen Dinge lachen kannst, ist das ein Zeichen dafür, dass du sicher genug bist, echt miteinander zu sein. Diese Art von Ehrlichkeit ist selten und bildet eine gute Grundlage für eine gesunde Partnerschaft."
Wohl auch deshalb können 33 Prozent der Befragten die Darmwinde akzeptieren, sobald du und dein Partner oder deine Partnerin regelmäßig bei einander übernachten. 18,6 Prozent warten allerdings, bis der oder die andere den ersten Schritt gemacht hat.
Für Sartain ist das Furzen ein Meilenstein, der zeigt, wie entspannt du mit deinem Partner bist. "Es ist nicht so, dass dir dein Partner plötzlich egal ist. Du fühlst dich so wohl in der Beziehung, dass dich diese kleinen, menschlichen Dinge nicht mehr belasten", erklärt er. Sollte so etwas eine Beziehung belasten, sieht Sartain tiefere Probleme. "Wenn Blähungen eine Beziehung ruinieren kann, gibt es tiefere Themen. Es geht dabei dann vielleicht eher um fehlende Anziehungskraft."
Obwohl nicht jeder bereit ist, sofort loszulassen, sieht Sartain darin keinen Grund, eine Beziehung zu bewerten. "Es geht um Komfort und Akzeptanz", erklärt er. "Wenn ihr die Eigenarten des anderen akzeptieren könnt, ist das echte Intimität. Pupsen ist dabei nur einer von vielen Aspekten der Nähe."