Die Demokratische Republik Kongo kämpft gleichzeitig immer noch gegen die Mpox-Epidemie (Affenpocken). Im Bild ein Behandlungszelt in Süd-Kivu.
GLODY MURHABAZI / AFP / picturedesk.com
In der Demokratischen Republik Kongo greift seit Oktober eine völlig neuartige Krankheit um sich. An der bisher unbekannten Seuche mit grippeähnlichen Symptomen sollen bereits 143 Menschen gestorben sein.
Betroffen sind vor allem Kinder unter 15 Jahren in der südwestlichen Provinz Kwango an der Grenze zu Angola, heißt es in einer Stellungnahme des Gesundheitsminister Apollinaire Yumba. Die verstorbenen Patienten hätten Fieber, Kopfschmerzen, Atemprobleme und Anämie gehabt. Mindestens 376 Menschen würden die genannten Symptomen bereits zeigen.
Die Situation sei äußerst besorgniserregend, da die Krankheit weiter um sich greife und immer neue Menschen infiziere. In dem ländlichen Gebiet gebe es zudem Probleme mit der Medikamentenversorgung.
Laut dem Gesundheitsminister ist bereits ein Expertenteam auf dem Weg. Es soll nicht nur Patienten behandeln, sondern auch Proben für eine Analyse im Nationalen Biomedizinischen Institut. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde vor einer Woche alarmiert.
Bewohner in Angst
Bis die Wissenschaftler Ergebnisse vorweisen können, sollen die Menschen in der betroffenen Region strenge Hygieneregeln mit häufigem Händewaschen, Vermeidung großer Versammlungen und Abstand einhalten.
Ein Arzt in der Region sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass unter den Einwohnern große Angst herrsche. Viele würden sich aus Furcht vor Ansteckung nicht mehr aus ihren Häusern wagen. Der Ursprung der Krankheit sei völlig unklar.
Der teuflischste Erreger der Welt
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... sondern auch an Lassa- und Ebola-Viren. So waren Wissenschaftler aus Marburg auch während der Ebola-Epidemie 2014 in Westafrika im Einsatz und ...
(Bild: iStock)
... sind an der Entwicklung eines Impfstoffes beteiligt.
(Bild: kein Anbieter/iStock)
Im August 1967 erkrankten im deutschen Marburg innerhalb weniger Wochen mehrere Menschen an einer mysteriösen Infektion. Betroffen waren vor allem Mitarbeiter eines Labors. (Im Bild: die Universitätskirche)
(Bild: Wikimedia Commons/Nikanos/CC BY-SA 2.5)
Zunächst tippten die behandelnden Ärzte auf eine schwere Sommergrippe. Doch sie lagen falsch. Denn die Symptome waren diffus und verschlimmerten sich rasch.
(Bild: iStock)
Klagten die Betroffenen zunächst über schlimme Kopfschmerzen und Unwohlsein, bluteten einige von ihnen bald aus allen Körperöffnungen sowie in den inneren Organen. Sie hatten ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber entwickelt.
(Bild: Flickr.com/National Museum of Health and Medicine/CC BY 2.0)
Und so war bald klar: Statt mit einer Influenza hatte man es mit einem deutlich gefährlicheren und unbekannten Virus zu tun, das später nach dem Ort des Ausbruchs als Marburg-Virus in die Bücher einging.
(Bild: Wikimedia Commons)
Von den 31 Infizierten starben insgesamt sieben ? fünf in Marburg und zwei in Frankfurt, wohin das Virus auch gelangt war.
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Nach Deutschland eingeschleppt wurde der Erreger durch den Import Grüner Meerkatzen (Chlorocebus) aus Uganda. Die Affen sollten im Labor als Versuchstiere dienen.
(Bild: Wikimedia Commons/Masteraah/CC BY-SA 3.0)
Eine unheimliche Situation, erinnert sich Werner Slenczka, der damals Forschungsassistent war und den Erreger schlussendlich identifizierte. "Man wusste ja zunächst nicht, wie die Infektion übertragen wurde."
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Aus Sorge, die zentral gelegenen Labors könnten dazu beitragen, die Seuche zu verbreiten, wurden die Untersuchungen vorübergehend ausgelagert. Im September wurde die Suche nach dem Erreger wieder aufgenommen, als sich die Situation entspannt hatte.
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Die Methode, die zum Erfolg führte, war die Immunfluoreszenz. "Am 20. Oktober sah ich zum ersten Mal etwas unter UV-Licht im Mikroskop, wovon ich überzeugt war, dass es der Erreger ist", so Slenczka. Der Feind war damit nicht nur identifiziert.
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Die Suche nach dem Erreger prägte Becker zufolge auch massgeblich die weitere virologische Forschung in Marburg. Mittlerweile ausgestattet mit einem modernen Hochsicherheitslabor wird hier nicht nur an Marburg-Viren geforscht, ...
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... sondern auch an Lassa- und Ebola-Viren. So waren Wissenschaftler aus Marburg auch während der Ebola-Epidemie 2014 in Westafrika im Einsatz und ...
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Im August 1967 erkrankten im deutschen Marburg innerhalb weniger Wochen mehrere Menschen an einer mysteriösen Infektion. Betroffen waren vor allem Mitarbeiter eines Labors. (Im Bild: die Universitätskirche)
(Bild: Wikimedia Commons/Nikanos/CC BY-SA 2.5)
Zunächst tippten die behandelnden Ärzte auf eine schwere Sommergrippe. Doch sie lagen falsch. Denn die Symptome waren diffus und verschlimmerten sich rasch.
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