Für den guten Zweck – dafür lief Joe Pritchard aus Worcester (Großbritannien) sage und schreibe 24 Stunden auf einem Laufband, lediglich unterbrochen von Klopausen. Ziel war, Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation zu sammeln, die von dem schottischen Rugbyspieler Doddie Weir gegründet wurde, der im Alter von 52 Jahren an der Motoneuronenerkrankung (MND) starb.
Der 23-Jährige und sein Bruder Alfie sind Mitbegründer einer Marke für Aktivbekleidung, das 25 % seines Gewinns für wohltätige Zwecke spendet, und sich jedes Jahr abwechselnd einer neuen Spendenaktion stellen. "Wir machen große Challenges und arbeiten bei jeder Challenge mit einer anderen Wohltätigkeitsorganisation zusammen, um so viel Geld wie möglich zu sammeln", sagte er der Nachrichtenagentur PA. Er lief eine unglaubliche Gesamtdistanz von 167 km – das entspricht vier Marathons. Die Zeitmessung wurde nur für den Toilettengang unterbrochen. Doch die Herausforderung forderte bald ihren Tribut.
Zwei TikTok-Clips, die die Folgen dieser Mammutanstrengung zeigen, gingen in den sozialen Medien viral. Der junge Mann hatte danach mit mentalen Blockaden, Nasenbluten und Kollaps zu kämpfen. Schlaff und leichenblass mussten ihn Vater und Bruder nach den 24 Stunden ins Auto hieven und brachten ihn nach Hause. Später verliert er das Bewusstsein, bevor er in den Armen von Familienmitgliedern wieder zu sich kommt. "Ich fühlte mich benommen und schwindelig und mir war ein wenig übel", sagte er. "Auf dem Weg ins Bad kollabierte ich erneut."
Es ist allgemein anerkannt, dass Sport gut für uns ist: Er fördert die Gesundheit unseres Herzens, verringert das Risiko von Übergewicht, verbessert unsere Stimmung und vieles mehr. Allerdings kann er auch schädlich sein, wenn man es übertreibt und zu körperlichen Verletzungen führt, da die wiederholte Beanspruchung in kurzer Zeit ihren Tribut an Muskeln und Gelenken fordert.
Auch während des Laufs gab es Anzeichen dafür, dass sein Körper unter unglaublichem Druck stand. Bei der 11-Stunden-Marke begann seine Nase zu bluten. Nach vier Tagen hatte sich Joe vollständig erholt und, abgesehen von einer Knieverletzung, keine dauerhaften Probleme.
6.200 Pfund (7.410 Euro) kamen im Rahmen der Aktion zusammen. Die Herausforderung sei zwar "eine Qual", aber "unglaublich" gewesen. "Deshalb habe ich mich 24 Stunden lang gequält. Es ist ein unglaubliches Gefühl, das zu erreichen und eine so große Summe Geld zu sammeln."