Immunsystem

Influenza-Impfung – so lange dauert es bis zum Schutz

Mittlerweile ist in allen Bundesländern die kostenlose Grippe-Impfaktion angelaufen. Wann der beste Zeitpunkt für den Pieks ist.
Heute Life
05.11.2024, 18:02

Die Grippe-Saison klopft an die Tür. Vereinzelte Influenza-Fälle wurden bereits im Oktober gemeldet. Jetzt, mit November, nehmen die Viren jedoch erst Fahrt auf, um sich in der Regel über Weihnachten und im neuen Jahr zu einer Influenzawelle zu entwickeln. Doch heuer wird die Grippe-Impfung erstmals für alle in Österreich lebenden Menschen kostenlos angeboten.

In den Bundesländern startete die gratis Impfaktion bereits im Oktober. Am 4. November gab es nun auch den Startschuss der Stadt Wien für drei Impfzentren, mehrere Impfbusse und die niedergelassenen Ärzte. "Der November ist ein guter Zeitpunkt, um sich gegen Grippe impfen zu lassen - noch rechtzeitig vor dem Start der Grippewelle", betont auch Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse.

Der beste Zeitpunkt für die Impfung

Obwohl im vergangenen Winter erneut rund 4.000 Menschen in Österreich an den Folgen einer Influenzainfektion verstorben sind, wird die echte Grippe oft immer noch unterschätzt. Begleiterkrankungen an Herz, Lunge oder zentralem Nervensystem sind möglich und können für ältere oder geschwächte Patienten gefährlich werden. Vor allem Lungenentzündungen sind häufig.

Da die Influenza als Todesursache häufig nicht erkannt oder registriert wird, ist es internationaler Standard, dass die mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle durch Modellierungen geschätzt werden.
AGES

Doch ist eine Infektion durch virushaltige Tröpfchen erst einmal erfolgt und machen sich Fieber, Husten, Muskel- sowie Kopfschmerzen bereits bemerkbar, ist es für das Vakzin längst zu spät. "Nach der Impfung benötigt das Immunsystem rund 14 Tage, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen", erklärt dazu Krauter.

Empfohlen wird die Grippe-Impfung für alle Menschen ab einem Alter von sechs Monaten, insbesondere aber für Risikogruppen wie etwa Personen ab 60 Jahren, Schwangere und Menschen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko.

Was, wenn es zu spät ist?

Ist die Influenza einmal ausgebrochen, kann sie nicht ursächlich, sondern nur symptomatisch behandelt werden. Antivirale Medikamente können die Vermehrung der Viren behindert und so - bei rechtzeitiger Verabreichung - einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Von Influenza zu unterscheiden sind grippale Infekte, bei denen das Fieber meist nicht so hoch ist, sodass auch die Krankheit leichter und schneller verläuft.

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