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Fünffache Mutter (29) will sich Zähne ziehen und stirbt

Fünf Kinder müssen nun ohne Mama aufwachsen. Ihre Mutter hatte sich im Drogenrausch plötzlich die Weisheitszähne ausreißen wollen. Das endete tödlich.
Roman Palman
05.08.2023, 13:41
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Cornwall ist nicht nur Schauplatz unzähliger Rosamunde Pilcher Schnulzen-Erzählungen. In der Realität hat die südwestliche Grafschaft auch extrem düstere Seiten. So ereignete sich dort im Juli vergangenen Jahres eine unfassbare Tragödie, bei der fünf Kinder ihre Mutter verloren. Jetzt, so berichten britische Medien, wird der Vorfall juristisch aufgerollt.

Was damals passierte, schockt immer noch. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Liam C. hatte Kiera K. (29) Freunde zum Grillen zu sich in die 2.100-Seelen-Gemeinde St Ive geladen. Nachdem das Paar die Kinder ins Bett gebracht und auch die Gäste gegangen waren, sollen beide noch Kokain geschnupft haben. 

Plötzlich setzte Atmung aus

Der Rausch hatte schlimmste Folgen. Die fünffache Mutter bekam plötzlich Wahnvorstellungen und versuchte, sich eigenhändig die Weisheitszähne zu ziehen, die ihr scheinbar schon davor Probleme gemacht haben dürften.

Dabei zerkratzte sie sich laut "Bild" das Gesicht, schnitt sich mit Rasierklingen und versuchte sogar, beide Hände in den Rachen zu bekommen. Dabei fügte sie sich so schlimme Verletzungen zu, dass ihr geschockter Partner den Notruf wählen musste.

Beim Eintreffen der Polizei eskalierte alles. Die blutüberströmte Britin wehrte sich derart heftig, dass ihr Handschellen angelegt werden mussten. Plötzlich kollabierte sie, die Atmung setzte von einer Sekunde auf die andere völlig aus. Rund eine halbe Stunde sollen Sanitäter noch vergeblich versucht haben, sie zu reanimieren. Für die 29-Jährige war es zu spät, sie konnte nur noch für tot erklärt werden.

Ersthelfer konnten nichts tun

Bei einer Anhörung im nun laufenden Prozess sagte auch Gerichtsmediziner Guy Davies aus. Der Experte bezeichnete die Reaktion der Frau auf die Einnahme der Droge als "bizarr und besorgniserregend".

Die beiden Polizisten hätten sie in einem "extremen Stresszustand, blutüberströmt und mit aufgerissenen Händen" vorgefunden. Sie hätten "tapfer gekämpft", um ihr Leben zu retten. Auch die nachträgliche Untersuchung der Ereignisse kam allerdings zu dem Schluss, dass sie nicht mehr für sie hätten tun können.

Die von Kiera K. geschnupfte Menge Kokain sei an sich keine tödliche Dosis gewesen, dürfte aber sehr wohl den "medizinischen Vorfall" ausgelöst haben. Das könne etwa durch ein entstehendes Ungleichgewicht im Elektrolyt-Haushalt des Körpers passieren. Als Todesursache wurde "akute Verhaltensstörung nach Kokain-Einnahme" festgemacht.

Ihre Familie trauert in einem Online-Nachruf um die Verstorbene: "Kiera war das Herz und die Seele unserer Familie. Sie war eine liebevolle Person gegenüber allen, die sie kannten. Süße Träume, Liebling, wir werden dich fürchterlich vermissen."

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