Politik

FPÖ wütet wegen Gender-Tipps gegen ORF-"Zwangssteuer"

Weil ein internes Schreiben die geschlechtergerechte Sprache im ORF neu regeln soll, zürnt die FPÖ – und geht erneut auf die ORF-Haushaltsabgabe los.
Rene Findenig
12.06.2023, 21:52
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ORF-Moderatoren wie Armin Wolf oder Tarek Leitner könnten bald ganz neue Sprach-Regeln bekommen. Darauf deutet zumindest laut "Horizont" ein internes Schreiben im ORF hin, das die geschlechtergerechte Sprache im ORF neu regeln soll. Zugrunde soll eine Umfrage liegen, in der die Österreicher ihre Wünsche nach einer Gender-gerechten Sprache äußerten. So würden neutrale Gruppenbezeichnungen wie "das Publikum" statt "die Zuschauer" besser ankommen, die doppelte Nennung beider Geschlechter wie etwa "Österreicherinnen und Österreicher" zudem favorisiert werden.

"Politisch motivierte Verunstaltung"

Dieses Vorhaben lässt die Emotionen in der FPÖ hochgehen. Als "Grüße aus der linken Parallelwelt am Küniglberg" bezeichnete FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker die Überarbeitung der Empfehlungen für eine "geschlechtergerechte" Sprache im ORF. Seine Begründung: Erst kürzlich habe eine OGM-Umfrage für den "Kurier" gezeigt, dass "65 Prozent der Bürger das 'Gendern' im ORF ablehnen, nur 14 Prozent befürworteten diese politisch motivierte Verunstaltung der deutschen Sprache". Die neuen Empfehlungen seien eine "Zwangsbeglückung der Bürger".

Das ist die neue ORF-Gebühr

Haushalte, die einen Fernseher oder ein Radio besitzen, zahlen derzeit eine GIS-Gebühr in Höhe von monatlich 22,45 (Vbg./OÖ) bis EUR 28,65 (Stmk.). Die Haushaltsabgabe, die ab 1. Jänner 2024 kommen soll, wird mit 15,30 Euro (exkl. Landesabgabe) etwas billiger werden. Personen, die bisher von der GIS-Gebühr befreit waren, müssen künftig auch keine Haushaltsabgabe leisten. Eine Befreiung der Rundfunkgebühren konnte bis dato im Falle einer sozialen oder körperlichen Hilfsbedürftigkeit beantragt werden. Alle anderen Nicht-Zahler müssen dagegen für den ORF blechen.

"Weder GIS noch ORF-Zwangssteuer"

Der FPÖ-General nutzte die Gelegenheit auch gleich, erneut Kritik an der neuen ORF-Haushaltsabgabe zu üben und wieder das Aus der ORF-"Zwangssteuer" zu fordern. "Üppige Managergehälter, Luxuspensionen, Wiederholungen in Dauerschleife, Endlos-Werbung und linkspolitische Zwangsbeglückung, wie sie rund um diese Sprachempfehlungen wieder sichtbar werden, stehen am Küniglberg auf der Tagesordnung. Es braucht daher weder GIS-Gebühren noch eine ORF-'Zwangssteuer', mit der die teuerungsgeplagten Bürger noch mehr abgezockt werden", so Hafenecker.

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