Am Dienstag gelangten vier Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren verbotenerweise auf einer U4, diese befand sich auf dem Weg Richtung Hütteldorf. Kurz vor der Einfahrt in die Station Schönbrunn fuhr die U-Bahn durch einen Tunnel – genau hier schlugen sich die Teenies den Kopf an einer Fußgängerbrücke auf – "Heute" berichtete.
Zwei der vier Jugendlichen wurden schwer verletzt – die anderen zwei Teenies ergriffen zunächst die Flucht, kamen aber schnell zurück. Die Ärzte kämpfen nun um das Leben der beiden schwer Verletzten – die Wiener Linien erklärten im "Heute"-Talk, wie es dazu kommen konnte.
Pressesprecherin Carina Novy von den Wiener Linien sprach gegenüber "Heute" am Unfallort zum Hergang des schrecklichen Unfalls: "Wir haben kurz nach 16 Uhr die Meldung bekommen, dass sich Personen auf einem Zug befinden und es Verletzte gibt. Wir haben sofort die Einsatzkräfte verständigt."
Beim Eintreffen der Polizei, Berufsrettung und Berufsfeuerwehr fanden die Einsatzteams die beiden lebensgefährlich verletzten Teenager auf dem Dach der U4-Garnitur vor. Sie wurden notfallmedizinisch versorgt und in eine Klinik gebracht. Im Nachgang fanden laut Novy Videoauswertungen statt, danach wurde die U4-Station wieder freigegeben.
"Grundsätzlich sollte man nicht auf einem Fahrzeug, sondern in diesem sein", appelliert die Öffi-Sprecherin im "Heute"-Talk. Die Züge seien nämlich mitunter mit Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h unterwegs, auch Notbrems-Manöver könnten demnach verheerende Folgen für Leib und Leben haben.
Was sollen Fahrgäste in den U-Bahnen und Stationen also tun, wenn sie solch gefährliche Moves sehen? Die Wiener Linien stellen klar: Im Gleisbereich immer sofort den Zug-Notstopp ziehen – an jedem Bahnsteig gibt es mehrere davon. Auch in der U-Bahn können Fahrgäste einen Notstopp betätigen.
Subway-Surfer auf öffentlichen Verkehrsmitteln – das musst du als Fahrgast tun:
Am Bahnsteig und im Fahrzeug: Zug-Notstopp betätigen & Fahrer bzw. Leitstelle über Leitstelle informieren, was vorgefallen ist
Auf keinen Fall Fotos oder Videos machen
Auf keinen Fall Fotos oder Videos veröffentlichen
Wichtig sei in beiden Fällen, dem Fahrer bzw. der Leitstelle über die Noteinrichtung darüber zu informieren, was passiert ist. Öffi-Sprecherin Carina Novy appelliert: Keine Fotos und Videos machen oder veröffentlichen, zusätzliche Aufmerksamkeit für Subway-Surfer seien nämlich kontraproduktiv.