Für die "International Research on the Health Status of Young Europeans" hat der Pharmakonzern Merck 9.329 Personen aus 15 Ländern in Europa interviewt, davon 630 aus Österreich und erhoben, wie die Prioritäten verteilt sind.
Auf Platz 1: die Gesundheit. Die 20- bis 37-Jährigen wünschen sich psychische und körperliche Gesundheit. 44 Prozent der Österreicherinnen und 36,3 Prozent der Österreicher fühlen sich oft oder sehr oft körperlich unwohl. Bei den Angaben zur Häufigkeit von emotionalem Unbehagen gibt es in Österreich eindeutige Geschlechterunterschiede: 42,2 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen berichten davon.
Babyboomer: Geboren zwischen 1946 und 1964
Generation X: Geboren zwischen 1965 und 1980
Generation Y ("Millennials"): Geboren zwischen 1981 und 1995
Generation Z: Geboren zwischen 1996 und 2012
Die "wirtschaftliche Situation" sowie "Bezahlung und Arbeitsbedingungen" sind demnach die beiden Faktoren, die die emotionale Verfassung maßgeblich beeinflussen. Sie wurden sowohl in Österreich als auch global am häufigsten genannt.
Hierzulande machen sich 43,5 Prozent der Befragten Sorgen um die "wirtschaftliche Situation" und liegen damit unter dem globalen Wert von 53,9 Prozent. Auch beim Faktor "Bezahlung und Arbeitsbedingungen" lagen die Österreicher mit 42,7 Prozent um 5,7 Prozentpunkte unter dem globalen Wert.
Laut Studie wünschen sich 15,8 Prozent der österreichischen Frauen und 12,7 Prozent der österreichischen Männer eine Familie und Kinder. Damit belegt dieses Bedürfnis Platz 2.
Angehörige der Gen Z (20- bis 26-Jährige) räumen dem endgültigen Überwinden der Klimakrise mit 16,9 Prozent einen höheren Stellenwert ein als die 27- und 37-jährigen Millenials (11,9 Prozent).
Wie Social Media auf uns wirken, wird einstimmig als negativ bewertet. 52,2 Prozent der Frauen und 41,2 Prozent der Männer nannten auch das Gefühl der Unzulänglichkeit beispielsweise in Bezug auf das eigene Aussehen, Errungenschaften oder Lebensweise als negative Folge der sozialen Medien.
Mehr Unterstützung und greifbare Programme für Pflegende sind für die Österreicher in dieser Umfrage das wichtigste To Do punkto Gesundheitssystem. Ebenso wünschen sie sich einen gleichberechtigten Zugang zu innovativen Behandlungsstrategien.
Auch punkto Künstliche Intelligenz (KI) sind sich beide Generationen einig: Sie sehen den Einsatz von KI beim Erstellen von Diagnosen skeptisch.