Fast 300.000 Österreicherinnen und Österreich liegen derzeit laut der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) mit einer Influenzainfektion oder einem grippalen Infekt im Bett. Mittlerweile seit sechs Wochen hat die Grippewelle das ganze Land fest im Griff – und Ende ist noch keines in Sicht.
"Wir haben aktuell immer noch eine sehr starke und weiterhin zunehmende Influenzavirusaktivität in Österreich", erklärt Monika Redlberger-Fritz im "Heute"-Gespräch. Die Virologin leitet das Diagnostische Influenzanetzwerk Österreich (DINÖ) an der MedUni Wien.
Die Fälle mit der echten Grippe würden derzeit 60 Prozent der Virusnachweise ausmachen. "A(H1N1)pdm09 und Influenza B(Victoria) dominieren nach wie vor das Infektionsgeschehen." Grippe-Hotspot ist dabei nicht mehr Wien, wo 1.837 Influenza-Fälle bei der ÖGK registriert wurden. Mit 2019 Meldungen gab es in Oberösterreich einen überraschend sprunghaften Anstieg im Vergleich zu der Woche davor mit 1.533 Grippe-Kranken. Hinter der Hauptstadt kommt, wie gewohnt Niederösterreich (1.772 Meldungen), gefolgt von Tirol (1.327).
Die gute Nachricht: "Die zirkulierenden Virenstämme sind genau jene, die in den Influenzaimpfungen enthalten sind", erklärt ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter.
Entsprechend sei eine Impfung gegen die Influenza immer noch die sinnvollste Maßnahme, um einen schweren Verlauf zu vermeiden. Doch auch einfach Hygienemaßnahmen würden vor einer Ansteckung und Weiterverbreitung der Viren schützen. Darunter regelmäßiges Händewaschen, häufiges Lüften von Räumen und das Einhalten von Abstandsregeln.
„Indem man sich gesund ernährt, ausreichend schläft, sich viel in der frischen Luft bewegt, Stress vermeidet und nicht raucht.“Andreas KrauterÖGK-Chefarzt
"Außerdem ist es ratsam, das Immunsystem zu stärken, indem man sich gesund ernährt, ausreichend schläft, sich viel in der frischen Luft bewegt, Stress vermeidet und nicht raucht", betont der Mediziner.