Im russischen Kursk

11.000 Nordkoreaner an ukrainischer Grenze vermutet

Im russischen Grenzgebiet Kursk sind nach ukrainischen Angaben bereits 11.000 nordkoreanische Soldaten eingetroffen.
06.11.2024, 02:49
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

"Wir sehen eine Zunahme der Nordkoreaner, aber wir sehen keine Zunahme der Reaktion unserer Partner. Leider", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft. Seine Angaben beruhen demnach auf Erkenntnissen ukrainischer Geheimdienste. Kiew geht davon aus, dass die nordkoreanischen Soldaten bereits in Kürze aufseiten Russlands im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der nordkoreanischen Soldaten in Kursk auf 10.000. Berichte über Kampfeinsätze konnte Sprecher Pat Ryder zunächst nicht bestätigen.

Selenski bezeichnete den im August begonnenen ukrainischen Vorstoß nach Kursk trotzdem als Erfolg. So sei eine "Schutzzone" entlang der russisch-ukrainischen Grenze angelegt worden, und es seien neue russische Gefangene genommen worden für einen möglichen künftigen Austausch. "Das hat sehr bei der Befreiung unserer Leute aus russischer Gefangenschaft geholfen", unterstrich der Präsident. Beobachtern zufolge erleidet die ukrainische Armee in dem Operationsgebiet auf russischem Territorium immer stärkere Verluste an Menschen und Material.

Oberbefehlshaber Syrski: Stärkste Offensive seit Beginn

Die ukrainischen Truppen halten eine der "stärksten" Offensiven Russlands seit Beginn des Krieges zurück, sagte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi am 2. November. 2024 war die Ukraine mit einer schwierigen Situation bei der Verteidigung der Frontlinie konfrontiert, insbesondere im Gebiet Donezk, in dem Russland sein Offensivpotenzial konsequent konzentriert hat, wie das ukrainische Newsportal Kyiv Independent schreibt.

Nach einem Treffen mit einer Delegation der tschechischen Streitkräfte beschrieb Syrskyi die Lage auf dem Schlachtfeld als schwierig: "Aktive Feindaktivitäten, die in bestimmten Gebieten anhalten, erfordern eine ständige Erneuerung der Ressourcen der ukrainischen Einheiten", sagte er. Seit Beginn des Tages haben 126 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Streitkräften entlang der Frontlinie stattgefunden, so der ukrainische Generalstab in seinem letzten Update vom 2. November.

{title && {title} } red,20 Minuten, {title && {title} } 06.11.2024, 02:49
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen