Ein Burger mit Mehlwurm-Patty statt Rindfleisch – allein die Vorstellung lässt manchen das Gesicht verziehen. Doch Insekten als Nahrungsmittel gelten als nachhaltig, proteinreich und sollen eine echte Alternative zu herkömmlichem Fleisch sein.
Le Burger setzt mit dem "Wormwich" auf genau dieses Konzept. Statt Rindfleisch oder Huhn landet hier ein Patty aus Mehlwurm-Protein zwischen zwei Brötchenhälften. Dazu gibt’s knackigen Salat, Tomaten, Röstzwiebeln und Mayo – rein optisch sieht der Burger aus wie jeder andere. Doch bleibt da nicht ein mulmiges Gefühl beim ersten Bissen?
Hinter dem Wurm-Burger steckt ein ernsthafter Umweltgedanke. Mehlwürmer haben einen deutlich kleineren CO₂-Fußabdruck als Rindfleisch. Während ein Kilogramm Rind bis zu 32 Kilogramm CO₂-Äquivalente verursacht, kommt der Mehlwurm auf nur ein Zehntel davon. Dazu liefern die kleinen Krabbler beachtliche 45–60 % Eiweiß, gesunde ungesättigte Fettsäuren und wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Zink.
Cornelia Felbinger, Ernährungs-Expertin an der FH Wiener Neustadt, sieht in Insektenprotein die Zukunft: "Die Vielseitigkeit in Geschmack und Textur macht es zu einer nachhaltigen und funktionalen Alternative." Doch was bringt all das, wenn es nicht schmeckt?
Jetzt zur alles entscheidenden Frage: Merkt man, dass hier Würmer verarbeitet wurden? Wir haben den "Wormwich" probiert – und die Antwort dürfte viele überraschen.
Beim ersten Bissen fällt sofort auf: Die Konsistenz ist saftig, der Geschmack angenehm nussig. Von Würmern keine Spur – weder optisch noch geschmacklich. Wer es nicht weiß, würde nie darauf kommen, dass hier Insektenprotein die Hauptzutat ist.
Fazit: Der "Wormwich" ist mehr als ein PR-Gag – er schmeckt tatsächlich. Wer sich traut, kann ihn noch bis zum 28. Februar in allen Le Burger-Filialen in Österreich und München für 9,50 Euro probieren.