Im Wein liegt bekanntlich die Wahrheit und damit sei es mir von nun an hier gestattet, Genehmes wie auch Unangenehmes anzusprechen. Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit und Klarheit sind Begriffe, die auf der elitären bundespolitischen Ebene kaum noch gelebt werden. Ganz anders ist es in der österreichischen Weinlandschaft.
Unsere Winzerinnen und Winzer leben diese Begriffe tagtäglich in ihrer Arbeit. Die daraus resultierende hohe Qualität wird im In- und Ausland geschätzt. Die Besonderheit der Weinwelt zeigt sich auch durch vinophile Begriffe aus dem "Winzerlatein", wie etwa mit dem Wort Persistenz. Damit bezeichnet man die Länge des Nachklangs des Weines.
Ab sofort schenkt Ihnen Weintourismus-Chef Herbert Oschep freitags an dieser Stelle ein. "Die Weinwirtschaft spielt für das Burgenland eine zentrale Rolle", so Oschep. Gemeinsam mit "Heute" wird er sein "Herzensthema" einem breiten Publikum bekannt machen und erlesene Tropfen vorstellen. Willkommen an Bord – und Prost!
Wenn man die Diskussion um alkoholfreie Weine ehrlich beleuchtet, kommt mit ihr ein bitterer Nachgeschmack: Bei der Produktion muss dem normal erzeugten Wein in einem weiteren energieintensiven Arbeitsschritt der Alkohol wieder entzogen werden.
Den "woken Trendsettern", die meinen, in alkoholfreiem Wein die richtige Alternative zum Original gefunden zu haben, sei ins Stammbuch geschrieben: Alkoholfreier Wein ist durchaus ein Nischenprodukt, für die Umwelt ist er aber alles andere als nachhaltig. Wer Alkohol ablehnt, sollte Traubensaft trinken.
Damit zur ersten Weinempfehlung für echte Weingenießer: Blaufränkisch vom Leithaberg vom erfolgreichen jungen Biowinzer, Georg Prieler – Ried Pratschweingarten, Jahrgang 2021.
Ein puristischer, klarer und präziser Rotwein, der mit einer feinen roten Frucht, salzigem Unterton und einem Tick Zitronengeschmack begeistert.