Sie alle haben den Einzug über ein Grundmandat geschafft: In der kommenden Periode sitzen vier Männer für das Burgenland im Hohen Haus. Nicht alle sind gekommen, um zu bleiben.
Der langjährige blaue Mandatar nahm am Donnerstag schon seinen Hut im Nationalratspräsidium. Nach der Wahl im Jänner will der 53-jährige Blaue in den Landtag einziehen. "Diese Heimkehr machen zu dürfen, das ist für mich ein echtes Privileg", so der Pinkafelder. Zum Abschluss seiner letzten Rede als Präsident gestern bat er seine Kollegen: "Bitte kommen Sie mich irgendwann im Burgenland besuchen. Es ist herrlich dort. Alles Gute!"
Der 51-Jährige ist einer von nun 57 Mandataren im blauen Klub. Der gebürtige Kärntner wäre eigentlich FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl geworden – nun fordert sein Kollege Hofer Landeschef Doskozil heraus.
Der Illmitzer Bürgermeister (33) ist bereits zum zweiten Mal Teil des Nationalrats. Der SPÖ-Abgeordnete möchte "den erfolgreichen burgenländischen Weg nach Wien bringen". Für ihn sei es "eine Ehre als einer von 183 Österreichern" seine Landsleute in Wien vertreten zu dürfen. Seine Heimat bleibt aber der Seewinkel: "Es ist lässig, Burgenländer zu sein", so der Politikwissenschafter, der seine Karriere im Büro von Alt-Landeshauptmann Hans Niessl begonnen hat.
Auch der ÖAAB-General (44) hat schon Routine im Parlament; kehrte gestern zurück. Auch er möchte "eine starke Stimme für das Burgenland sein"; zu "Heute" sagt er: "Für mich steht die Arbeit für Land und Leute an erster Stelle – die Gemeinden, der Sport, das Ehrenamt. Es gibt viel zu tun, ich werde alles geben für unser Burgenland."
Dann wäre da noch die gebürtige Sigleßerin Julia Herr (SPÖ). Die 31-Jährige zog über ein Wiener Ticket ein.