Wer braucht da noch ein SUV?

Skoda Superb – der Alleskönner mit Luxusausstattung

Der neue Skoda Superb zeigt sich von seiner eleganten Seite. Der Innenraum ist fast schon luxuriös und bietet viel Platz. Der Preis: knapp 70.000€.

Maxim Zdziarski
Skoda Superb – der Alleskönner mit Luxusausstattung
Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
Heute

Die Tschechen haben mit dem Superb einen Volltreffer gelandet: Unter dem Blechkleid steckt seit immer schon bewährte VW Technik aus dem Passat. Das ist auch bei der vierten Generation so, mit dem Unterschied, dass die technischen Brüder nun aus demselben Werk in Bratislava vom Band laufen. Den Superb gibt es nach wie vor als Limousine, den Passat nur noch als Kombi. Sowohl der Skoda, als auch der VW, stehen seit mehreren Jahren für viel Platz und starke Reisequalitäten.

Superb bekommt völlig neue Optik

Optisch haben die Designer ganze Arbeit geleistet: Der neue Superb hat eine völlig neue Optik bekommen und sieht seinem Vorgänger eigentlich kaum noch ähnlich. Auf 4,9 Metern zeigt sich das neue Modell von seiner sportlich-eleganten Seite. Genau so muss ein Superb aussehen. Der Traum einer Familie (und eines Vertreters im Außendienst) auf vier Rädern.

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    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
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    Viel Platz mit luxuriösen Features

    Im Innenraum wird sofort klar: In diesem Skoda geht es fast schon luxuriös zu. Der vollausgestattete Supberb in der Laurin&Klement-Version spielt alle Stückerl. Die vorderen Sitze sind komfortabel und können auf Wunsch sogar gekühlt werden. Für den Fahrer gibt es zusätzlich eine Massagefunktion. Das Cockpit ist hochwertig verarbeitet.

    Hochwertig verarbeitet: der Innenraum im Superb
    Hochwertig verarbeitet: der Innenraum im Superb
    Heute

    Zudem bietet der 13 Zoll große Bildschirm eine hohe Auflösung – auch das Infotainmentsystem ist logisch und einfach zu bedienen. Alle wichtigen Funktionen sind mit einem Wisch von oben nach unten sofort abrufbar. Wer erweiterte Einstellungen vornehmen möchte, findet sich in den Untermenüs gut zurecht.

    Klassische Bedienelemente modern interpretiert

    Besonderes Lob gilt an dieser Stelle an denjenigen, der entschieden hat, dass die Klimafunktionen weiterhin mit Drehreglern und klassischen Tasten bedient werden. Die äußeren Ringe können per Knopfdruck die Temperatur und Sitzheizung- bzw. Sitzkühlung einstellen. In der Mitte kann der Drehregler wahlweise weitere Klimafunktionen, die Lautstärke und die Fahrmodi bedienen.

    Das Klimabedienteil vereint bewährte Technik und moderne Lösungen.
    Das Klimabedienteil vereint bewährte Technik und moderne Lösungen.
    Heute

    So hat es Skoda geschafft, eine digitale Neuerung in das Klimabedienteil einzuführen, ohne die bewährte Technik unnötig zu verkomplizieren oder sie in den Bildschirm zu packen. Davon könnten sich einige andere Hersteller eine Scheibe abschneiden.

    Fürstliche Platzverhältnisse

    Wie bereits erwähnt, bietet der neue Superb traditionell extrem viel Platz für die Passagiere. Selbst großgewachsene Personen jenseits der 1,85 Meter finden im Fond eine bequeme Position. Die Platzverhältnisse erinnern uns an Oberklassen-Limousinen. Für längere Reisen einfach nur perfekt.

    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
    Heute

    Der Kofferraum bietet hingegen mit seinen 660 Liter Volumen enorm viel Stauraum für die ganze Familie. Zum Vergleich: ein Audi A6 Avant hat 565 Liter, ein BMW 5er Touring 560 und die Mercedes E-Klasse als T-Modell 640 Liter. Noch Fragen?

    Plug-In-Hybrid mit 100 Kilometer E-Reichweite

    Unter der Haube des Testwagens arbeitete ein 1,5 Liter Benziner mit 150 PS, der mit einem 25 kWh großen E-Motor gepaart ist. In Summe ergibt die Hybridisierung 204 PS. Doch die größte Neuerung ist die elektrische Reichweite, denn diese ist auf mehr als 100 Kilometer gewachsen. Im Alltagstest hat sich das auch bewahrheitet. Am Schnellader lässt sich der Teilzeitstromer in 25 Minuten auf 80% aufladen (bei 50 kW Ladeleistung).

    Besonders klug: Selbst wenn der Akku leer ist, bewegt sich der Skoda im innerstädtischen Bereich wie ein Vollhybrid. Bis etwa 25 km/h fährt der Tscheche rein elektrisch an. Sobald das gewünschte Tempo erreicht ist, geht er in eine Segelfunktion über – das spart Sprit. Im "Heute"-Test waren so rund 6 Liter Verbrauch in der Stadt möglich.

    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
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    Der Testwagen war mit dem neuen adaptiven Fahrwerk, kurz DCC Plus, ausgestattet. Im Sportmodus und harter Dämpfereinstellung erinnerte uns der Superb an einen Golf GTI. Doch der Skoda kann auch anders: Stellt man nämlich die Federung komplett auf Komfort, bügelt der Tscheche selbst unangenehme Unebenheiten butterweich weg.

    Bei den Assistenzsystemen ist man ebenfalls auf dem neuesten Stand. Der adaptive Tempomat mit Travel-Assist (Spurführung, Stau- und Notfall-Assist) kostet 622 Euro. Gut investiertes Geld. Wo man sein Kreuzerl auch noch machen sollte? Auf jeden Fall beim Drive-Paket um rund 1.012 Euro. Das beinhaltet nämlich das fabelhafte DCC-Plus-Fahrwerk, eine dynamische Fahrwerkregelung und die Progressivlenkung. Diese Features machen das Fahrzeug gefühlt um eine Klasse besser. Die adaptiven LED-Scheinwerfer kosten etwa 1.850 Euro Aufpreis.

    TDI-Power nach wie vor bestellbar

    Der Skoda Superb wird mit Benzinern (150 und 265 PS), zwei Diesel (150 und 193 PS) und dem Plug-In-Hybrid (204 PS) angeboten. An diese Stelle gehört dankend erwähnt, dass der bereits legendäre TDI-Diesel nach wie vor bestellbar ist. Für Vielfahrer ist der Selbstzünder nämlich immer noch die beste Motorisierung. Unser vollausgestattete Testwagen kostete stolze 69.914 Euro. Eine Menge Geld.

    Dafür bekommt man allerdings auch einiges geboten: fürstliche Platzverhältnisse, eine ultraweiche Federung auf Knopfdruck, geringen Verbrauch und viele andere Spielereien. Die Preise am Ende der Skala sind aber bereits auf VW Passat Niveau. Bei den Einstiegspreisen bleibt der Skoda jedoch mit 42.490 Euro weiterhin der günstigere des Duos. Der Passat kostet mindestens 47.390 Euro.

    Der neue Skoda Superb im "Heute"-Test
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    Fazit: Skoda beweist, dass der Superb besser als ein SUV ist

    Es fällt uns wirklich schwer, am neuen Skoda Superb Mängel zu finden. Wenn man wirklich pingelig sein möchte: Die Drehregler der Klimaanlage könnten etwas mehr Steifigkeit bzw. Wiederstand beim Drehen vertragen. Zudem passt die Auflösung der 360-Grad-Kameras nicht ganz zum allgemein hochwertigen Gesamteindruck des Fahrzeugs. Und zu guter Letzt: der saftige Preis. Offenbar haben sich die Tschechen bei ihrer Preispolitik ebenfalls nach oben orientiert, was möglicherweise einige Kunden abschrecken könnte.

    Am Ende bleibt es wohl eine Geschmacksfrage, für welchen der beiden Konzernbrüder man sich entscheiden wird. Mit dem neuen Superb hat Skoda jedoch bewiesen, dass dieser Kombi unserer Meinung nach die bessere Wahl ist, als die meisten Familien-SUV.

    Auf den Punkt gebracht

    • Der neue Skoda Superb beeindruckt mit luxuriösem Innenraum, viel Platz und einer eleganten Optik, die ihn kaum noch an seinen Vorgänger erinnert
    • Mit Preisen ab 42.490 Euro und einer Vielzahl an Motorisierungen, darunter ein Plug-In-Hybrid mit 100 km elektrischer Reichweite, bietet der Superb eine attraktive Alternative zu Familien-SUVs und überzeugt durch seine bewährte VW-Technik und moderne Features
    zdz
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