Ein außergewöhnliches Himmelsphänomen sorgte Montagabend über Teilen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz für helle Aufregung unter Beobachtern. Um 21 Uhr war eine rätselhafte, bläuliche Lichtspirale am Nachthimmel zu sehen.
Vorarlberger Zeugen beschrieben das mysteriöse Licht-Spektakel als "so groß, dass es mit ausgestreckter Hand etwa so groß wie die Handfläche erschien", berichtet der ORF. Auf X (ehemals Twitter) fragte sich ein Hobby-Astronom namens Mrfloppy: "Was war denn das da am Himmel? Die ISS war gerade auf der anderen Seite des Planeten, das habe ich bereits geprüft."
Eine solche, leuchtend blaue Spirale kann entstehen, wenn Raketen überschüssigen Treibstoff in großer Höhe in die Atmosphäre ablassen – etwa nach dem Freisetzen eines Satelliten oder beim Verlassen einer bestimmten Umlaufbahn. Dann gefriert der Treibstoff zu Eiskristallen, die das Sonnenlicht reflektieren.
Ein fast gleich aussehendes Phänomen wurde beispielsweise 2023 über dem US-Bundesstaat Alaska beobachtet – damals musste eine "Falcon 9"-Rakete des Unternehmens SpaceX von Elon Musik ihren Treibstoff loswerden.
Fakt ist: In Florida wurde zuvor ein SpaceX-Start der geheimdienstlichen Mission NROL-69 verzeichnet. Die zweite Stufe des "Falcon 9"-Trägers könnte also zur Sichtzeit über Europa aktiv gewesen sein. Offiziell bestätigt wurde dieser Zusammenhang aber bisher nicht.