Reisen

Flugchaos – Airline bucht Kleinkind auf separaten Flug

Eine Familie wollte von Rom nach Bangkok fliegen. Die Airline hat die Familie allerdings umgebucht – das Baby separat von den Eltern.

Sabine Primes
Die 13-monate alte Tochter sollte alleine von Rom nach Australien fliegen. (Symbolbild).
Die 13-monate alte Tochter sollte alleine von Rom nach Australien fliegen. (Symbolbild).
Getty Images/iStockphoto

Das weltweite Flugchaos nimmt immer skurrilere Formen an: Fluggäste, die 15 Stunden unterwegs sind und dennoch nie am Urlaubsziel ankommen, kiloweise verlorenes Gepäck, Verspätungen und Flugausfälle en masse – das ist der Reisesommer 2022.

Fast 21 Stunden in der Warteschleife

Dass ein 13-monate altes Kleinkind alleine fliegen soll, spielt wohl in den Top 10 der Skurrilitäten mit. Die Australier Stephanie und Andrew Braham waren mit ihrer kleinen Tochter in Europa unterwegs, als die Fluggesellschaft ihren Rückflug nach Australien umbucht. Angesichts des Reisechaos 2022 soweit nicht ungewöhnlich – bis auf die Tatsache, dass die 13 Monate alte Tochter getrennt von den Eltern, auf einem separaten Flug von Rom nach Australien fliegen sollte. Das Paar behauptet, sie hätten 55 Mal bei den Offshore-Supportzentren von Qantas Airline angerufen – ohne Erfolg. Nach einem Tag des Wartens, so das Paar, einigten sie sich schließlich mit der Fluggesellschaft darauf, die Familie 12 Tage nach dem ursprünglichen Abflug auf denselben Flug umzubuchen.

Gegenüber "Today" sagt die Mutter: "Wir haben innerhalb von 24 Stunden 20 Stunden, 47 Minuten und 13 Sekunden mit Qantas telefoniert und 55 verschiedene Anrufe getätigt, bevor sie sich endlich bereit erklärten, uns einen neuen Flug nach Hause zu buchen." Zunächst hätte sich die Fluglinie geweigert, die Verantwortung für den Fehler zu übernehmen. Sie sagten, sie hätten nichts falsch gemacht, weil sie ihr ein Ticket gebucht hätten.

"Aufgrund eines Verwaltungsfehlers"

In einer Erklärung, die "Daily Mail Australia" vorliegt, entschuldigt sich Qantas "aufrichtig" bei der Familie. Aufgrund "eines Verwaltungsfehlers" zwischen der Fluggesellschaft und ihrem Partner KLM wurde das Kind automatisch auf einen anderen Flug verlegt. "Wir bemühen uns, die Familie zu unterstützen und werden ihr die Kosten für die Unterkunft erstatten", so eine Sprecherin.

Die australische Familie muss nun weitere zwei Wochen in ihrer Unterkunft in Rom bleiben. Und obwohl sie zugeben, dass es "schlimmere Orte gibt, an denen man festsitzen könnte", wollen sie unbedingt nach Australien zurückkehren.

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