Geschäftsfrauen im 18. Jahrhundert? Das erforderte wohl Courage. Diese hatte Madame Clicquot, die 1805 nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes mit 27 Jahren den Champagnerkeller übernahm und mit viel Geschick und Fleiß nicht nur die bis heute verwendete Rütteltechnik bei der Champagnerherstellung erfand, sondern auch den Rosé Champagner.
"Courage" war das Thema, um das sich die erste BOLD Conversation von Champagnermarke Veuve Clicquot drehte.
Was braucht es für Frauen heute in der Business-Welt und in anderen Sparten, erfolgreich zu sein? Die Antwort war einstimmig: Unbeirrt seinen eigenen Weg gehen, auch wenn ihn vorher noch niemand beschritten hat. Talk-Host Nicole Adler wollte deswegen auch von jeder der Talk-Teilnehmerinnen wissen, wann sie in ihrem Leben diesen Weg eingeschlagen hat und warum.
Vorher merkte Business-Coach Vera Steinhäuser aber noch an: "Viele glauben, dass Courage und Mut bedeutet, dass man keine Angst verspürt, aber das stimmt nicht. Jeder kann Angst verspüren, lässt sich davon aber nicht unterkriegen." Steinhäuser war einst eine der bekanntesten Digital-Werberinnen Österreichs bevor sie sich für einen neuen Weg entschied und Business-Coach wurde. Heute coacht sie Frauen, die sich in Führungspositionen behaupten.
Gründerin der Schmuckmarke BRUNA The Label, Helena Milchrahm, erzählte über ihre Passion mit "Abfallperlen" ethisch verantwortungsvoll produzierten Schmuck zu produzieren. Aus der Steiermark stammend, ist sie zusammen mit ihrem Verlobten Simon Rupp dabei ein Imperium aus dem Boden zu stampfen.
Erst 2019 gegründet, haben ihre selbst designten Schmuckstücke bereits Hollywood erobert. Unter ihren Fans zählt Mega-Influencerin Emrata oder Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon.
In aller Munde ist derzeit Theresa Imre. Die Co-Gründerin von der Food-Plattform markta.at hat es sich zur Aufgabe gemacht Lebensmittelhersteller und Konsumenten zu connecten. "Menschen sollen wissen, woher ihr Essen kommt und vor allem wie es hergestellt wird", so ihre Mission.
Damit will sie nicht nur eine Alternative zu Lebensmittelkonzernen geben, sondern auch Bäuerinnen eine neue Einkommensquelle bieten: "Oft sind es Frauen, die kleine Landwirtschaften betreiben."
Mireille Ngosso, Abgeordnete zum Wiener Gemeinderat und Landtag für die SPÖ, erzählt über ihre Erfahrungen als Kind kongolesischer Einwanderer. Sie ist heute Ärztin, erfolgreiche Politikerin und macht sich gegen Rassismus und Hass stark. Auf die Frage was sie antreibt, ist es für die Mutter eines Sohnes wichtig, dass es "die nächsten Generationen von Kinder aus Migrantenfamilien einfacher haben als ich."