Als schon lange USB-C der Standard für das Aufladen vieler Handys, Kopfhörer und Co. war, hielt Apple an seinen "Lightning"-Anschlüssen fest. Dann kam die EU und kündigte an, dass in gar nicht ferner Zukunft alle Geräte im Sinne der Kompatibilität über USB-C verfügen sollten.
In der gesamten Union sind nun, am Samstag, neue Regeln für die Ladestecker von Elektrogeräten in Kraft getreten. Der Stecker USB-C ist damit in der gesamten EU der Standard für Smartphones und Tablets. Andere bislang übliche Stecker wie der ältere Mikro-USB-Anschluss und der Lightning-Stecker für iPhones fallen unter der neuen EU-Richtlinie weg.
Der neue USB-C-Stecker als einheitlicher Standard gilt auch für Lautsprecherboxen, Kopfhörer, tragbare Navigationssysteme, Mäuse und Drucker. Ab Frühjahr 2026 sollen auch alle neuen Laptops über den einheitlichen Ladestecker verfügen.
Die neuen Vorgaben sollen den Elektroabfall in der EU jährlich um fast tausend Tonnen senken und tausende Tonnen CO2 einsparen. Die EU-Kommission rechnet vor allem damit, dass Verbraucher ihre Kabel länger verwenden und weniger Ladegeräte kaufen. Bislang geben sie laut Angaben aus Brüssel pro Jahr insgesamt rund 250 Millionen Euro für Ladegeräte aus, die eigentlich nicht gebraucht werden.
Apple hatte bislang aber noch die zwei Jahre alten Modelle iPhone 14 und das iPhone SE im Verkauf. Diese hatten noch einen Lightning-Anschluss und wurden somit über Mitternacht quasi illegal. Noch am 26. Dezember waren die beiden Handys auf der österreichischen Apple-Webseite zu kaufen, mittlerweile sind sie davon verschwunden.
Andere Händler wie Amazon haben noch iPhone 14 im Angebot, allerdings dürften sie auch hier bald verschwinden. Wer unbedingt an Lightning festhalten will, sollte also schnell sein.