Eine "zu weibliche Erziehung" könne sich negativ auf die Entwicklung von Buben auswirken und zu demografischen Problemen führen, heißt es in der Studie. Denn: Wenn die Bildung "weibliche Eigenschaften“ wie "emotionale und soziale Reife“ begünstige und so die "Überrepräsentation von Frauen an den Universitäten“ verursache, werde die Geschlechtergleichheit "erheblich geschwächt“.
Die Studie war bereits im Juli veröffentlicht worden, fand aber erst durch einen am Donnerstag erschienenen Zeitungsartikel öffentliche Beachtung. Darin werden Buben als von Natur aus risikofreudig und unternehmerisch interessiert beschrieben.
Wenn sie diese Eigenschaften aufgrund von zu viel weiblichem Einfluss nicht entfalten könnten, könnten sie "psychische Probleme“ bekommen, warnt der Rechnungshof.
Auch könne der Einfluss von Frauen auf die Erziehung letztlich zu "demografischen Problemen“ führen, heißt es in dem Bericht. Denn gebildete Frauen könnten es schwer haben, einen ähnlich gebildeten Ehepartner zu finden.
Der ungarische Oppositionsabgeordnete Endre Toth bezeichnete den Bericht als "völligen wissenschaftlichen Unsinn“. Es sei an der Zeit, die "Brille aus dem letzten Jahrhundert“ abzunehmen, kritisierte er auf Facebook.