Zurück in die Schilling-Zeit: Jetzt wird es nostalgisch am Wiener Würstlstand "Zum Wiener Würst‘l" in der Mariahilferstraße 47 (Wien-Mariahilf). Ab 12 Uhr geht es los. Dabei hat das witzige Event einen ernsten Hintergrund: die Pleitewellen und der finanzielle Druck gehen auch an Wiens Würstlständen nicht schadlos vorüber – viele bangen, durch einen Dönerstand ersetzt zu werden.
"An alle, dich sich noch an die gute alte Zeit erinnern – oder die erleben sollen, wie es damals war: Vorbeikommen, genießen und in Erinnerungen schwelgen! Sonst hat es sich bald ausgewurstelt und der nächste Dönerstand kommt", so der Würstlstandbetreiber.
Denn die Wiener Würstelstandkultur steht trotz Status als immaterielles UNESCO-Kulturerbe, vor Herausforderungen. Laut einer aktuellen Analyse von Branchenradar reduzierte sich die Zahl der Stände in der Bundeshauptstadt zwischen 2014 und 2024 um 37 Prozent. Vor allem auch die Lage eines Würstelstandes ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg. In Bezirken wie Favoriten lässt sich damit heute kein Geschäft mehr machen.
"In der Schilling-Zeit war alles besser!" Diesen Satz hat wohl jeder schon einmal gehört – und jetzt wird er Wirklichkeit. Der Würstelstand "Zum Wiener Würst‘l" lädt Nostalgiker und Schilling-Fans zur Zeitreise ein. Am 20. März gibt es echte Schilling-Preise und "ein unvergessliches Retro-Erlebnis", verspricht der Betreiber.
Neben dem klassischen Frankfurter Würstel finden sich auch echte Raritäten, die man sonst kaum findet. Am 20. März dreht der Würstelstand die Zeit zurück – und verlangt die Preise von früher.
▶Frankfurter Hotdog oder Käsekrainer-Hotdog um 25 Schilling (1,82 Euro)
▶Würstel aufgeschnitten serviert mit Gebäck: 25 Schilling (1,82 Euro)
▶Kleines Budweiser oder Ottakringer Zwickl (0,2 l): 20 Schilling (1,45 Euro)
▶Weißer Spritzer (0,25 l): 18 Schilling (1,31 Euro)
▶Achterl Weißwein: 15 Schilling (1,09 Euro)