Blutbad bei Taylor-Tanzkurs

Vor Gericht sagt der Swiftie-Killer nur ein Wort

Axel Rudakubana hat im Juli 2025 drei Teilnehmerinnen an einem Taylor-Swift-Tanzkurs erstochen. Zum Prozessauftakt plädierte er jetzt auf schuldig.

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Vor Gericht sagt der Swiftie-Killer nur ein Wort
Die Polizei veröffentlichte am Montag ein Foto des Angeklagten, der im Juli drei Mädchen in Southport niedergestochen hatte.
- / AFP / picturedesk.com

"Schuldig". Mehr sagte der 18 Jahre alte Angeklagte nicht, wie die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtete. Somit hat sich der Angeklagte im britischen Southport-Prozess am ersten Verhandlungstag des Mordes an drei Mädchen sowie des versuchten Mordes an acht weiteren Kindern und zwei Erwachsenen schuldig bekannt.

Die Bluttat mit einem Messer im vergangenen Juli in der nordwestenglischen Stadt Southport hatte Großbritannien schockiert – die Opfer waren während eines Tanzkurses zur Musik von Taylor Swift angegriffen worden

Gift und Al-Qaida-Handbuch gefunden

Insgesamt bekannte er sich in allen 16 Anklagepunkten schuldig, darunter auch, tödliches Gift sowie ein Handbuch der Terrororganisation Al-Qaida besessen zu haben. Die drei Mädchen waren im Alter von sechs, sieben und neun Jahren gestorben. Der Angreifer hatte den Tanzkurs gestürmt und um sich gestochen. Dabei wurden zwei Erwachsene und acht weitere Kinder im Alter zwischen sieben und 13 Jahren verletzt.

Alice (9), Bebe (6) und Elsie (7) wollten tanzen wie Taylor Swift, als der Killer mit einem Messer kam
Alice (9), Bebe (6) und Elsie (7) wollten tanzen wie Taylor Swift, als der Killer mit einem Messer kam
Foto: Merseyside Police

Das Motiv blieb auch am Montag zunächst offen. Das Strafmaß soll bereits an diesem Donnerstag verkündet werden. Laut dem Richter Julian Goose werde es sich "unweigerlich" um "eine lebenslange Haftstrafe" handeln.

Die Tat hatte im vergangenen landesweit für Bestürzung gesorgt. König Charles (75) bezeichnet in einem Statement den Angriff als "absolut grausam" und zeigt sich "zutiefst schockiert". Getrieben von Falschinformationen über den mutmaßlichen Täter gab es tagelange rechtsradikale und antimuslimische Ausschreitungen, "Heute" berichtete.

Nach dem Mord an zwei Mädchen gab es in England landesweit Ausschreitungen von Rechtsextremisten.
Nach dem Mord an zwei Mädchen gab es in England landesweit Ausschreitungen von Rechtsextremisten.
Foto: REUTERS/Hollie Adams

Im ganzen Land kam es dabei zu Angriffen auf Sicherheitskräfte, Asylbewerber-Unterkünfte und Moscheen, Brandanschlägen und unzähligen

In den sozialen Medien war fälschlicherweise behauptet worden, der Täter sei ein muslimischer Migrant. Der 18 Jahre alte Angeklagte ist als Sohn von Ruandern in Großbritannien geboren. Zur Tatzeit war er 17 Jahre alt.

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Auf den Punkt gebracht

  • Axel Rudakubana hat im Juli 2025 drei Teilnehmerinnen eines Taylor-Swift-Tanzkurses erstochen und bekannte sich nun vor Gericht in allen 16 Anklagepunkten, darunter Mord und versuchter Mord, schuldig.
  • Die Tat schockierte Großbritannien und führte zu rechtsradikalen und antimuslimischen Ausschreitungen, nachdem fälschlicherweise behauptet wurde, der Täter sei ein muslimischer Migrant.
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