Wird er Minister?

"Tut mir leid" – Brandbrief von Strolz an Neos-Vorstand

Neos-Gründer Matthias Strolz soll in die Politik zurückkehren und Bildungsminister werden. In einem Brief wendet er sich nun an den Parteivorstand.
Newsdesk Heute
25.02.2025, 19:11

Im Mai 2018 zog sich Neos-Gründer Matthias Strolz aus der Politik zurück – nun verdichten sich die Anzeichen auf ein Comeback des Partei-Urgesteins. Der gebürtige Vorarlberger gilt als Kandidat für das Bildungsressort, das die Pinken in der kommenden Regierung wohl bekleiden dürfen. "Ich brenne unvermindert für die Bildung und bin bereit, hier voll in die Verantwortung für Österreich zu gehen", erklärte er am Montagabend in einem Facebook-Posting.

In einem Brief, der "Heute" vorliegt, wendet sich Strolz nun an den Parteivorstand. "Die Inhalte liegen noch nicht komplett am Tisch, doch der Zug fährt mit großer Wucht in Richtung erste Regierungsbeteiligung von Neos", stellt der Unternehmer, der erst im vergangenen September aus "seiner" Partei austrat, gleich zu Beginn klar.

"Meine Bereitschaft und mein Interesse, die Bildungsagenden in der neuen Regierung zu übernehmen, ist ungebrochen aufrecht", fährt der Neos-Gründer fort. Ihm sei bewusst, dass seine Entscheidung aus der Partei auszutreten für viele "schmerzhaft und schwer nachvollziehbar" sei. "Das verstehe ich. Und das tut mir leid."  Der Schritt sei das Ergebnis "persönlicher Entwicklung" und Dingen gewesen, die ihm "parteiintern" widerfahren seien.

"Dass er schwer nachvollziehbar sein würde, war mir bewusst. Die Dinge liegen komplex und die Geschichte geht über Jahre. Noch nie in meinem Leben habe ich so eine Traurigkeit gespürt wie in den Tagen danach", begründet Strolz seinen Schritt.

Strolz trifft sicht mit Wiederkehr

In den vergangenen Monaten habe es "etliche gute Gespräche und Begegnungen" gegeben. Am Mittwoch will sich das Neos-Urgestein zudem mit Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr treffen. Der 34-Jährige wurde zuletzt ebenfalls als möglicher Bildungsminister genannt, soll jedoch aufgrund der anstehenden Wien-Wahl in der Bundeshauptstadt bleiben.

"Wenn es gewünscht ist, komme ich gerne in den Erweiterten Vorstand, um mich zu erklären. Vor allem auch, um inhaltlich zu besprechen, was wir in der Bildung für notwendig und in einer Regierungsbeteiligung für möglich halten", schreibt Strolz in seinem Brandbrief weiter. Eine Entscheidung der Parteispitze wolle er sowohl "inhaltlich-personell" als auch "prozedual" akzeptieren.

"Euch jedenfalls viel Kraft und gute Entscheidungen in diesen Tagen, Monaten und Jahren. NEOS kommt nun jene Scharnierfunktion und Verantwortung zu, auf die wir über viele Jahre hingearbeitet haben. Möge Gutes gelingen für unser Land und die Menschen", schließt der Neos-Gründer.

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