Digital

Telegram löscht rechtsextreme Gruppen

Die Nachrichten-App Telegram löscht immer mehr rechtsextreme Apps. Damit folgt die App anderen Plattformen, wie z.B. Twitter und Facebook. 

Michael Rauhofer-Redl
Teilen
Telegram zeigt sich kämpferisch und blamiert die russischen Behörden, indem sich der Dienst einfach "entsperrt".
Telegram zeigt sich kämpferisch und blamiert die russischen Behörden, indem sich der Dienst einfach "entsperrt".
(Bild: Reuters)

Nächster Rückschlag für Rechtsextreme. Weil die gängigen Plattformen wie Twitter und Facebook in letzter Zeit vermehrt rechtsextreme Accounts und Gruppen stillgelegt hat - getroffen hat es unter anderem auch den Chef der Identitären Bewegung Österreich Martin Sellner - suchen Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker Alternativen. Diese schien in der Messenger-App Telegram gefunden worden zu sein. 

Denn die ursprünglich aus Russland stammende App zeichnet sich durch Verschlüsselung und, daraus resultierend, einer relativ gesicherten Anonymität aus. Doch nun scheint es so, dass Telegram reagiert und ebenfalls gegen extreme Gruppen vorgeht. 

Verzweiflung ist groß

Wie die "Wired" berichtet, wurden zuletzt vor allem berüchtigte Gruppen aus dem angloamerikanischen Raum von der Plattform verbannt. Für die Betroffenen besonders bitter: Auch Backup-Gruppen wurden entfernt. Die wohl berühmteste Gruppe, die von der Maßnahme betroffen ist, dürfte "Terrorwave Refined" mit 6.000 Mitgliedern sein. 

Bei vielen Rechtsextremen scheint nicht nur die Verwunderung groß zu sein, sondern auch die Verzweiflung. Wie "Wired" schreibt, lobte der Gründer der "Terrorwave"-Gruppe eine Belohnung dafür aus, ihm den Kanal wiederherzustellen. Außerdem sollen künftig noch mehr Backup-Kanäle angelegt werden. 

1/59
Gehe zur Galerie
    <strong>20.01.2025: "Zum Verzweifeln" –  70 Prozent Araber in Schulklasse.</strong> Obwohl Kinder jahrelang in Wien sind, können viele kein Deutsch. 20.000 davon kamen per Familiennachzug nach Wien, <a data-li-document-ref="120084461" href="https://www.heute.at/s/ohne-deutsch-in-der-1-klasse-fast-70-prozent-araber-120084461">sprechen meist nur arabisch &gt;&gt;&gt;</a>
    20.01.2025: "Zum Verzweifeln" – 70 Prozent Araber in Schulklasse. Obwohl Kinder jahrelang in Wien sind, können viele kein Deutsch. 20.000 davon kamen per Familiennachzug nach Wien, sprechen meist nur arabisch >>>
    iStock (Symbolbild)
    Mehr zum Thema