Tierische Kontrollen

Technischer Fehler? Kennzeichnung bei Spar-Eiern fehlt

Bei den Stichprobenkontrollen von Tierschutz Austria in den österreichischen Supermärkten, kam es zu fehlender Transparenz in Sparfilialen.
31.03.2025, 15:00

Als Konsument hat man es manchmal schon recht schwer, denn selbst wenn man beim Einkauf tierfreundliche oder ökologisch unbedenkliche Entscheidungen treffen möchte, kann man sich nicht immer darauf verlassen, wie und ob die Ware wahrheitsgemäß gekennzeichnet ist.

DAS muss alles auf das kleine Ei:

Der Erzeugercode enthält wichtige Informationen:
· 0 = Bio
· 1 = Freilandhaltung
· 2 = Bodenhaltung
· 3 = Käfighaltung

Gefolgt von der Länderkennung (beispielsweise AT für Österreich) und der Betriebsnummer, die den genauen Herkunftsbetrieb identifiziert. (www.eierdatenbank.at)

Die Kennzeichnungspflicht gilt ab dem Geflügelhof – deshalb sind fehlende Stempel ein ernstzunehmendes Problem.

Tierschutz Austria setzt hier auf Stichproben, um Konsumenten zu unterstützen und entdeckte kürzlich ein mehreren Spar-Filialen eine fehlende Kennzeichnung bei Frischeiern, die lose gekauft werden können.

Nur das Mindesthaltbarkeitsdatum

Wenn sich die Eier nicht im dazugehörigen Eierkarton befinden, muss jedes Ei einen sogenannten "Erzeugercode" enthalten, um die gesetzlich vorgeschriebene Auskunft über Herkunft und Haltungsform geben zu können. In den Spar-Filialen jedoch war nur das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Eiern zu finden.

„Wenn Informationen fehlen, können Konsumenten keine fundierten Entscheidung treffen“
Martin AschauerTierschutz Austria

Technisches Gebrechen

Nach mehrmaliger Kontaktaufnahme bei Spar reagierte die Handelskette auf die fehlenden Informationen auf den Eiern und erfuhr einen technischen Fehler bei der Kennzeichnung. Die Stempelfarbe sei entweder nicht korrekt aufgetragen, oder die Maschine fehlerhaft eingestellt worden. Die zuständige Firma Scheibenreif soll versichert haben, die verwendeten Maschinen zu kontrollieren und umgehend die korrekte Kennzeichnung sicherzustellen.

Glauben ist gut – Kontrolle ist besser

Tierschützer empfehlen dem Konsumenten, immer genau darauf zu achten, dass Lebensmittel dementsprechend gekennzeichnet sind, denn nur so kann Tierleid ein Stückchen verringert werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so macht man am besten ein Foto und meldet den Fall entweder an Tierschutz Austria (eierkennzeichnung@tierschutz-austria.at) oder an die zuständige Lebensmittelaufsichtsbehörde.

{title && {title} } red,tine, {title && {title} } 31.03.2025, 15:00
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