2024 ging der Klimabonus in Österreich in die dritte Runde. Von rund 8,7 Millionen anspruchsberechtigten Personen bekamen etwas mehr als 7,8 Millionen, oder rund 90 Prozent, das Geld direkt auf ihr Konto überwiesen. Sie durften sich je nach Wohnort über einen Betrag zwischen 145 Euro und 290 Euro freuen – die Staffelungen dazwischen: 195 und 245 Euro.
Die übrigen 846.922 Personen erhielten ihren Klimabonus per Post – das sind rund 400.000 Gutscheinbriefe bzw. rund 30 Prozent weniger Postzustellungen als noch im Jahr der Einführung 2022.
Doch nicht jede anspruchsberechtigte Person ist letztlich auch tatsächlich zum Klimabonus bekommen. Denn es wurden bei Weitem nicht alle Briefe, die den Klimabonus beinhaltet hatten, ihren rechtmäßigen Besitzern zugestellt. In diesem Fall wurden sie an eine nahegelegene Postfiliale übergeben, von wo man sich in weiterer Folge den Klimabonus hätte abholen können.
Für diesen Schritt hatte man ganze drei Monate Zeit. All jene Briefe, die bis nicht fristgerecht abgeholt worden waren, gingen nun ans zuständige Klimaministerium zurück. Wie "5 Minuten" jüngst berichtete, sind die entsprechenden Umschläge mittlerweile wieder im für den Klimabonus zuständigen Gewessler-Ressort angekommen.
Aus dem Ministerium heißt es gegenüber dem Portal: "Wie in den vergangenen Jahren werden voraussichtlich auch dieses Jahr von rund ein Prozent aller Anspruchsberechtigten Briefe oder Zahlungen nicht entgegengenommen".
Heißt konkret: Rund 85.000 Menschen haben heuer – freiwillig oder unfreiwillig – auf den Klimabonus verzichtet.
Das Geld – die Rede ist von rund 18 bis 20 Millionen Euro – fließt jetzt zurück in den Bundeshaushalt. Das immense Budgetloch kann dadurch aber freilich nicht saniert werden.