Mega-Einsatz vor Ort

Spürhunde checken Opernball – Karner überwacht Einsatz

Hunderte Polizisten, Cobra, Drohnen und Spürhunde sichern den Opernball 2025. Innenminister Karner überzeugt sich vor Ort von der Strategie.
Christoph Weichsler
27.02.2025, 16:30

Die Welt blickt auf die Wiener Staatsoper: Der Opernball wird live in Dutzende Länder übertragen, Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Hochadel versammelt sich am Ring. Gerüchteweise soll sogar Bernard Arnault, der reichste Mann der Welt und Chef des Luxus-Imperiums LVMH (Louis Vuitton, Dom Perignon, Kenzo, Tiffany …), anwesend sein.

Kein Wunder also, dass die Sicherheitsstufe enorm hoch ist – besonders in Zeiten erhöhter Terrorgefahr. Österreichs Terrorwarnstufe liegt seit Monaten auf Level vier, dem zweithöchsten Wert. Erst vor wenigen Wochen gab es einen Anschlag in Villach, ein weiteres Attentat am Wiener Westbahnhof wurde in letzter Minute verhindert.

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Einer der größten Einsatze des Jahres!

Glanz und Glamour in der Wiener Staatsoper – doch hinter den Kulissen läuft einer der größten Polizeieinsätze des Jahres. Beim heutigen Opernball sind hunderte Einsatzkräfte im Dienst, um für Sicherheit zu sorgen. Bereits am Nachmittag machte sich Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ein Bild vor Ort. Gemeinsam mit Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl besuchte er Polizisten in der Staatsoper, sprach mit ihnen über die Herausforderungen des Einsatzes und lobte deren Engagement.

Sicherheitstechnische Herausforderung

"Die Polizistinnen und Polizisten leisten durch ihren Einsatz einen wesentlichen Beitrag zum sicheren Ablauf des Opernballs", betonte Karner. Besonders das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Spezialeinheiten mache den Wiener Opernball zu einer sicherheitstechnischen Herausforderung – doch die Polizei sei bestens vorbereitet.

Die Sicherheitsmaßnahmen sind enorm: Mehrere hundert Beamte werden rund um die Staatsoper patrouillieren – sowohl in Uniform als auch in Zivil. Neben regulären Streifen sind auch das Einsatzkommando Cobra, Verfassungsschutz, Entschärfungsdienst und Sprengstoffspürhunde im Einsatz. Zusätzlich kommen moderne Technologien wie Drohnenteams zum Einsatz, um das Geschehen aus der Luft zu überwachen.

Insgesamt seien 500 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, manche in Uniform, viele aber auch in Zivil – unauffällig zwischen den Ballgästen in Frack und Abendkleid.

Erhöhte Sicherheitslage – aber keine konkrete Bedrohung

Trotz einer generell angespannten Sicherheitslage in Europa gibt es für den Opernball 2025 keine konkrete Bedrohung. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 stehen viele europäische Großveranstaltungen unter erhöhter Überwachung – auch in Österreich wird die Lage laufend analysiert.

"Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet", erklärte Karner. Die Sicherheit der Gäste und der Stadtbevölkerung habe oberste Priorität. Mit dem breit aufgestellten Polizeieinsatz sei sichergestellt, dass der Opernball ohne Zwischenfälle über die Bühne geht.

Strenge Kontrollen: Jeder Kellner wurde gecheckt

Die Wiener Staatsoper ist deshalb eine "High-Security-Zone". Das Sicherheitskonzept wurde monatelang in enger Abstimmung zwischen den Veranstaltern und Behörden ausgearbeitet. Klaus Schachner, Einsatzleiter der Wiener Polizei, beschreibt den Aufwand:

"Alle Mitarbeiter – vom Kellner bis zum Security – wurden vorab überprüft. Wir haben uns genau angeschaut, wer heute im Haus ist", erklärt Schachner im ORF-Radio.

Nicht nur das Personal, sondern auch alle Gegenstände, die in die Oper gebracht werden, stehen unter strenger Kontrolle: "Essen, Blumen und Utensilien werden von unseren Spezialkräften geprüft – und von unserem 'Kommissar Rex', also unseren Sprengstoffspürhunden", so Schachner.

Polizei dankt für Zusammenarbeit mit der Staatsoper

Neben den Einsatzkräften spielte auch die Wiener Staatsoper eine entscheidende Rolle bei der Sicherheitskoordination. "Mein Dank gilt den Einsatzkräften und der Wiener Staatsoper für die bewährte Zusammenarbeit", betonte der Innenminister. Die Maßnahmen seien in enger Abstimmung mit Veranstaltern und Behörden getroffen worden.

Während also Prominente, Wirtschaftsbosse und Politikgrößen das gesellschaftliche Highlight des Jahres feiern, sorgt ein massives Polizeiaufgebot im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf.

{title && {title} } CW, {title && {title} } 27.02.2025, 16:30
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