Was war das für eine Schmach für Mikaela Shiffrin am Samstag im Riesenslalom von Sestriere: Sie verpasste erstmals seit 2012 einen zweiten Lauf, weinte im Zielraum ungehemmt. Die mentale Sperre nach ihrem schweren Sturz und der Verletzung vor mehr als zwei Monaten in Killington scheint für sie in dieser Disziplin noch unüberwindbar.
Doch die US-Amerikanerin wäre nicht die erfolgreichste Skirennfahrerin aller Zeiten, würde sie auf so eine Enttäuschung nicht noch stärker zurückkommen. Die 29-Jährige schaffte im Slalom am Sonntag doch noch ihren 100. Weltcupsieg – historisch!
Im Ziel wurde Shiffrin erneut emotional. Im Interview konnte sie die Tränen nicht zurückhalten, musste sich sammeln, setzte mehrfach an.
Shiffrin schüttelte es auf dem roten Sessel der Führenden richtig durch.
"Danke. Alle waren so nett und so eine große Unterstützung – mein Team, meine Mitstreiterinnen und die Fans. Danke! Es ist so speziell, diesen Sieg mit Paula (Teamkollegin Moltzan, Red.) zu feiern", sagte sie. Sie habe einfach so getan, als wäre es ein Trainingstag. "Wir pushten einfach und machten es möglich. Heute musste alles klappen."