Die Verteilung von "Sexheften", die an Volksschüler am Schnuppertag in einer Mittelschule im Mostviertel verteilt worden war, sorgte am vergangenen Wochenende für großen Ärger bei den Eltern.
Wie "Heute" berichtete, hatte eine 10-Jährige zum Abschluss des Besuchs der Schule in Niederösterreich ein "Giveaway" bekommen – unter anderem ein Aufklärungs-Heftchen. Zu Hause zeigte das Mädchen das Heft dann auch seinem Vater.
Und der 40-jährige Selbstständige konnte seinen Augen kaum trauen. Denn die Seiten sind voll mit nackten Männern, nackten Frauen, einer nackten Rollstuhlfahrerin und einer nackten Schwarzen.
"Ich verstehe alle Eltern, die sich Sorgen um ihre Kinder machen. So etwas hat nichts in den Händen von Kindern zu suchen! Die Verteilung an 9- und 10-jährige Kinder ist ein Skandal und nicht tragbar", fordert FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher Michael Sommer härtere Konsequenzen.
Und die gibt es laut "Kronen Zeitung" nun! Denn wie die Tageszeitung am Freitag berichtet, hat das "Sexheft" für die Schule ein Nachspiel. Mittlerweile hat die Bildungsdirektion nämlich die Schulleitung ermahnt, heißt es weiter.
"Es wurde umgehend das zuständige Schulqualitätsmanagement um die Klärung des Sachverhalts gebeten und ein klärendes und mahnendes Gespräch mit der Schulleitung geführt, damit künftig nur altersgerechte Materialien verteilt werden", so ein Sprecher zur "Krone".
Laut "Kronen Zeitung" wurde das Magazin vom Roten Kreuz herausgegeben und richte sich eigentlich an Jugendliche ab 13 Jahren. Außerdem dürfte das Heft aus Restbeständen der Schule stammen, berichtet die Tageszeitung.
Die Maßnahmen der Bildungsdirektion gehen dem Freiheitlichen nicht weit genug. "Anstatt zu beschwichtigen, muss die Bildungsdirektion für vollständige und transparente Aufklärung sorgen und die notwendigen Sanktionen ziehen. Es ist in den Schulen in den letzten Wochen einfach zu viel passiert: Halal-Essen, Diskreditierung von patriotischen Parteien in Arbeitsblättern bis zur Indoktrinierung unserer Kinder", kritisiert Sommer die Entwicklungen in den Schulen.
Und weiter: "Das oberste Ziel ist es, dass unsere Kinder sicher und glücklich aufwachsen können. Die Gefährdung der gesunden Entwicklung durch solche verstörenden Aktionen wie eben geschlechtliche Rollenspiele für 9-Jährige müssen untersagt werden. Es braucht hier endlich Taten und nicht nur Worte, zum Wohle und Schutz unserer Kinder!" plädiert Sommer.