Im "Heute"-Gespräch gibt sich Pfarrer Christoph Pelczar nachdenklich: "Es war ein Wink von oben, der Körper meldete, dass es so auf diese Art nicht weitergeht." Er habe die "Stopptaste drücken müssen". Nach acht Jahren als Rapid-Pfarrer legte er diese Funktion zurück – er hatte im Herbst 2024 als Stripfing-Obmann die Cup-Sensation gegen die Grün-Weißen ausgelassen bejubelt, es setzte Fan-Anfeindungen gegen ihn („Geh mit Gott, aber geh“).
"Das alles ist nicht spurlos an mir vorübergegangen. Das tat natürlich weh und hat mich sehr betroffen gemacht. Das war eine zutiefst emotionale Geschichte", so Pelczar der sich nach einem "leichten Schlagerl" am "Weg der Besserung" befindet. "Es ist nun das Jahr, das ich der Selbstreflexion und meiner Gesundheit widme." Dazu würden auch Reha-Termine und Gymnastikeinheiten zählen.
Auch beim SV Stripfing legte er vor wenigen Tagen seine Obmann-Funktion zurück. Er konzentriere sich auf seine Pfarrer-Tätigkeit in Weikendorf und Prottes: "Das ist das einzige, das ich jetzt habe."
Als spiritueller Trainer begleitet er aber weiter rund 15 Spieler, die im internationalen Profi-Bereich tätig oder am Weg dorthin sind. Die Kicker sind 18 bis 30 Jahre alt, bei der Begleitung gehe es "um alles, was ein Fußballerleben betrifft", das betreffe den mentalen, den spirituellen Bereich, "auch, wie man mit Druck umgeht".
Es seien "wunderschöne Jahre bei Rapid gewesen, auch mit den vielen Kindern und Schulen", so Pelczar, "ich persönlich bin Rapidler durch und durch".
Nach einer "längeren Zeit der Ruhe und Pause" schließe er nicht aus, dass "ich in die Fußballwelt zurückkomme". Im August wird der Sport-Pfarrer 50 Jahre alt.