Österreich

Wenig Miete für mehr Schanigartenplätze in Wien

Heute Redaktion
13.09.2021, 14:23

Seit 1. März läuft die Sommersaison 2020: "Heute" kennt die Preise für die günstigen Monatsmieten auf Wiens Luxusmeilen und der Vorstadt.

„Schani, stell den Garten raus", heißt es seit gestern früh in ganz Wien. Denn mit März beginnt die Sommersaison für die rund 3.500 in der Stadt angemeldeten Schanigärten. Bei unserem Foto handelt es sich um jenen des legendären Segafredo am Wiener Graben (City).

Bei rund 17 Grad plus war die noble Hütte mit rund 270 Sitzplätzen voll. Für den Quadratmeter Garten muss man in der City (Zone 1) 20,70 Euro Monatsmiete zahlen. Dieser Preis gilt für den Graben, die Kärntner Straße, die Luxusmeile Kohlmarkt und den Stephansplatz.

Miete in zwei Tagen verdient

Im Vergleich zu den handelsüblichen Mietpreisen in diesen Lagen für stationäre Immobilien, die bis zu 600 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen können, ist die Schani-Miete ein Klacks. Ein ortskundiger Gastronom: "Wir verdienen die Monatsmiete für unseren Schanigarten oft an ein zwei guten Frühlingstagen."

Noch etwa günstiger kommen die Gastronomen an der Ringstraße, der Herrengasse oder der Praterstraße davon. Sie zahlen 10,40 Euro pro Quadratmeter und Monat. Im übrigen Stadtgebiet außerhalb des Gürtels und über der Donau nimmt das Magistrat überhaupt nur mehr 2,10 Euro für den Quadratmeter.

Institution darf nicht abgezockt werden

Stellungsnahme aus dem Rathaus: "Wir haben die Preise stark gestaffelt, weil sich der kleine Wirt ums Eck irgendwo in der Vorstadt ja auch einen Garten leisten können muss." Und Wucher will man erst recht nicht zulassen. Der Schanigarten sei so etwas wie eine Wiener Institution, die nicht zur Abzocke werden darf.

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