Die Mozartstadt lag im Jahr 2016 auf Rang 17 der 276 Regionen in der EU. Gleich dahinter landete die Bundeshauptstadt auf Platz 18, wie aus Daten des EU-Statistikamts Eurostat vom Mittwoch hervorgeht. In Salzburg betrug die Wirtschaftsleistung pro Kopf 154 Prozent des europäischen Durchschnitts, in Wien 153 Prozent. Ein Jahr zuvor war Wien noch an 16. Stelle und Salzburg auf Rang 18 gelegen.
Auf den Plätzen in Österreich folgten die westlichen Bundesländer Vorarlberg (141 Prozent), Tirol (138 Prozent) und Oberösterreich mit 129 Prozent des EU-Durchschnitts. Steiermark (113 Prozent), Kärnten (108 Prozent) und Niederösterreich (104 Prozent) bilden das heimische Mittelfeld. Als einziges Bundesland liegt Burgenland mit 88 Prozent unter dem EU-Durchschnitt.
London bleibt am reichsten
Reichste Region in der EU blieb wie im Vorjahr der Bezirk "Inner London-West" mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von unglaublichen 611 Prozent des EU-Durchschnitts – dank dem Bankenviertel City of London. Ärmste Region ist das Gebiet Severozapaden nördlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia mit einem BIP von nur 29 Prozent des EU-Schnitts.
Die zweitreichste Region in der EU ist das Großherzogtum Luxemburg mit 257 Prozent des EU-Durchschnitts, gefolgt von der Region "Southern & Eastern" um die irische Stadt Waterford mit 217 Prozent. Dann kommen die belgische Hauptstadtregion Brüssel sowie die deutsche Hafenstadt Hamburg, die jeweils 200 Prozent über dem EU-Schnitt liegen.
Prag und Bratislava vor österreichischen Städten
Weit vor Wien rangieren mittlerweile Bratislava (184 Prozent) und Prag (182 Prozent) auf den Rängen sechs und sieben im EU-Vergleich der Regionen. Auch Stuttgart, Darmstadt und Bremen liegen vor österreichischen Städten.
Unter den zehn ärmsten Gegenden Europas befinden sich dagegen fünf bulgarische, zwei rumänische und zwei ungarische Regionen sowie das französische Überseegebiet Mayotte.
In Zahlen:
In Zahlen lag das gesamte Bruttoinlandsprodukt der EU bei 14.907.852 Millionen Euro. 353.297 Mio. Euro davon wurden in Österreich erwirtschaftet, was ein BIP pro Kopf von 40.400 Euro ergibt. Im Schnitt schaffte die EU ein BIP pro Kopf von 29.200 Euro, zeigt die EU-Statistik.
Das BIP – und damit auch das BIP pro Kopf – ist ein Maß für die gesamte wirtschaftliche Aktivität in einer Region. Es kann deshalb für den Vergleich des wirtschaftlichen Entwicklungsstandes von Regionen verwendet werden. Das BIP ist keine Messgröße für das Einkommen, das den privaten Haushalten einer Region letztlich zur Verfügung steht.
(GP)