3-mal stärker als in Eurozone

Preis-Explosion! Mieten in Österreich stark angestiegen

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Mieten in Österreich seit 2010 um 70,3 Prozent gestiegen sind, dreimal stärker als im Durchschnitt der Eurozone.
Newsdesk Heute
21.03.2025, 07:15

Es ist ein Ranking, das die Mieter in Österreich aufhorchen lässt. Aktuell belegt Österreich den vierten Platz jener Länder, in denen die Mietpreise seit 2010 im Schnitt am stärksten angestiegen sind.

Laut einer Auswertung des Momentum Instituts auf der Basis von Daten der Europäischen Statistikbehörde stiegen die Mieten hierzulande um 70,3 Prozent. Das bedeutet einen dreimal stärkeren Anstieg als im Durchschnitt der Eurozone.

Nur Estland, Litauen und Irland teurer

Lediglich Estland (208,2 Prozent), Litauen (177,3 Prozent) und Irland (108,1 Prozent) verzeichneten einen höheren Anstieg der Mietpreise als Österreich. In der Eurozone wurden die Mieten durchschnittlich um 23,5 Prozent angehoben.

"In Österreich liegen die Mieterhöhungen deutlich über der Inflationsrate. In der Eurozone ist das Gegenteil der Fall. Dort stiegen die Mieten weit geringer als die Inflationsrate an sich", erläutert Leonard Jüngling, Wohn- und Inflationsexperte am Momentum Institut. Im Betrachtungszeitraum von 2010 bis 2024 beträgt die Inflationsrate in Österreich 48,9 Prozent, während sie sich in der Eurozone auf 35,4 Prozent beläuft.

Anders sieht die Lage in Griechenland aus. Mit einem Minus von 16,4 Prozent verzeichnen die Griechen sogar rückläufige Mietpreise. Unterdurchschnittliche Erhöhungen weisen Zypern (9,5 Prozent), Spanien (10,4 Prozent), Italien und Frankreich (beide 13,9 Prozent) auf.

Ein Viertel von weiteren Erhöhungen betroffen

Der von der Ampel-Koalition beschlossene Mietpreisstopp für dieses Jahr greife lediglich bei geregelten Mietverhältnissen. Mieter am ungeregelten, privaten Markt bleiben weiterhin ungeschützt, heißt es in der Aussendung des Momentum Instituts. Gerade hier sei aber der durchschnittliche Mietzins am höchsten.

Von den insgesamt 1,7 Millionen Miethaushalten sei rund ein Viertel (24 Prozent) weiterhin den ungebremsten Mieterhöhungen ausgesetzt. Laut Jüngling müsse eine wirkungsvolle Mietpreisbremse sämtliche Mietsegmente umfassen und das zeitnah, bis 2028 zu warten sei zu spät.

"Ansonsten schwächt die Regierung den geregelten und vergleichsweise erschwinglichen Mietmarkt, während das fast schon unleistbare Höchstpreissegment die Preise weitgehend ungehemmt nach oben ziehen kann", so der Wohn- und Inflationsexperte.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.03.2025, 07:44, 21.03.2025, 07:15
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